Das Tal Aosta – Italiens Schlösser am Montblanc - otdih.pro

Das Aostatal: Italiens Schlösser vor dem Hintergrund des Montblanc

Das Aostatal ist der nordwestliche Winkel Italiens, eingezwängt zwischen den Alpen, wo mittelalterliche Burgen direkt neben Ausblicken auf den Montblanc liegen. In einer Woche kann man hier Dutzende von Burgen besuchen, Bergpässe überqueren und sich in einem völlig anderen Italien wiederfinden – nicht im südlichen, sondern im hochalpinen und rauen Italien.

Geschichte und Kontext – ein mittelalterlicher Vorposten in den Bergen

Das Tal Aosta befindet sich an der Grenze zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz. Im Jahr 25 v. Chr. gründete das Römische Reich hier die Stadt Augusta Praetoria (das heutige Aosta). Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches wurden diese Gebiete zu einer Pufferzone zwischen verschiedenen Staaten; daher wurden pro Quadratkilometer hier mehr Burgen errichtet als irgendwo sonst in Europa – insgesamt etwa 80 Objekte.

Während des Mittelalters kontrollierten lokale Grafen und Feudalherren das Tal und führten ständig Kriege gegeneinander. Jede Burg war keine romantische Dekoration, sondern ein echter Militärvorposten mit Schießscharten, Türmen und einer strategisch günstigen Lage in den Gebirgszügen. Heute sind die meisten Burgen für Touristen geöffnet, und das gesamte Tal wurde aufgrund seines einzigartigen architektonischen Erbes in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Wichtige Burgen – was man unbedingt sehen sollte

Innenraum der Burg Sarriod de la Tour mit erhaltenen Möbeln aus dem 16. Jahrhundert, Grafiken und Holzverzierungen an den Wänden
Im Inneren der Burg Sarriod de la Tour sind originale Möbel und Alltagsgegenstände erhalten geblieben; die Atmosphäre erinnert an ein Wohnhaus und nicht an ein Museum
Die Burg Fénis mit ihren charakteristischen Türmen und doppelten Mauern sowie dem Innenhof mit mittelalterlicher Architektur Die Burg Fénis ist seit dem 15. Jahrhundert eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Tals. Die Stufen im Inneren der Burg erinnern an eine Theaterbühne

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Schloss Fénis {GOOGLE=45.7653,7.6872} – das „Star“ des Tals. Es handelt sich um eine massive Festung aus dem 14. Jahrhundert mit zwei konzentrischen Mauerringen sowie einer wunderschönen hölzernen Innentreppe. Das Schloss sieht aus wie eine Illustration aus einem Buch über Ritter: hohe Türme, schmale Schießscharten, ein Innenhof mit Dachverzierungen. Sobald man es betritt, hat man nicht das Gefühl, sich in einem Museum zu befinden, sondern mitten im Mittelalter.

**Öffnungszeiten:** Montag–Samstag 9:00–18:00 Uhr (im Sommer bis 19:30 Uhr), Sonntag geschlossen. Der Eintritt kostet 8 EUR für Erwachsene und 5 EUR für Schüler. Führungen in italienischer bzw. englischer Sprache kosten zusätzlich 2 EUR. Eine vorherige Reservierung ist nicht erforderlich – jedoch können im Juli und August Wartezeiten von 30–40 Minuten auftreten.

Schloss Sarriod de la Tour {GOOGLE=45.8456,7.6234} – befindet sich im Dorf Dyonaz oberhalb von Fénis. Dieses Schloss aus dem 16. Jahrhundert wirkt wie ein „lebendiges Haus“: Die Möbel, Grafiken und sogar die Küchengeräte sind gut erhalten. Schmale Gänge verbinden die Räume, Wendeltreppen führen in die Türme und es gibt auch ein Untergeschoss. Hier kommen weniger Touristen vorbei als in Fénis.

**Öffnungszeiten:** Sonntag–Samstag und Feiertage 10:00–17:00 Uhr; im Juli und August täglich 9:00–18:00 Uhr. Der Eintritt kostet 7 EUR. Der Weg zum Schloss führt über einen 2 km langen Bergpfad – achten Sie darauf, bequeme Schuhe mitzunehmen.

Schloss Ussel {GOOGLE=45.7426,7.7089} – steht auf einem Felsen über der Stadt Aosta und ist von jedem Punkt des Tals aus sichtbar. Es stammt aus den Jahren 13–16 und verfügt über einen 40 Meter hohen Turm. Im Inneren befindet sich ein Museum mit alten Möbeln und Waffen. Der Aufstieg zum Gipfel über einen schmalen Pfad dauert etwa 30–40 Minuten – aber die Aussicht auf den Montblanc und das Tal ist es wert.

**Öffnungszeiten:** Montag–Samstag 10:00–18:00 Uhr; im Juni und September bis 19:00 Uhr, Sonntag geschlossen. Der Eintritt kostet 6 EUR. Tipp: Besuchen Sie das Schloss am späten Nachmittag (nach 16:00 Uhr), um den „goldenen Moment“ bei Sonnenuntergang zu erleben.

Schloss Gressoney-La-Trinité {GOOGLE=45.8089,7.8145} – liegt weiter oben im Tal Lis, das als das schönste der Region gilt. Dieses Schloss aus dem 16. Jahrhundert im Renaissancestil ist von alpinen Wiesen umgeben. Die Luft hier ist ganz anders – klarer, kühler und frischer. Man kann das Schloss entweder zu Fuß durch das Dorf erreichen oder mit der Seilbahn (Monterosa Ski) fahren.

Öffnungszeiten: täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr (von Juni bis September); an anderen Zeiten nach vorheriger Absprache. Der Eintritt beträgt 5 EUR. Vom Schloss aus führen Wanderwege zu den Gletschern des Monte Rosa.

Der Montblan von der italienischen Seite – eine Aussicht, die man aus Frankreich nicht sieht

Kloster auf dem Pass Grand-Saint-Bernardo – ein steinernes Gebäude aus dem 17. Jahrhundert zwischen Bergen und Gletschern
Das Kloster auf dem Pass (2469 m) existiert seit dem 11. Jahrhundert. Einst retteten die Mönche hier verirrte Reisende in den Bergen.
Funicular am Kurort Pila vor dem Hintergrund der Berggipfel – oben sind grüne Weiden und schneebedeckte Gipfel zu sehen
Von Pila aus hat man eine Aussicht auf die ganze Talsohne und den Montblan. Im Sommer gibt es hier Wanderwege, im Winter kann man Skifahren.
Aussicht auf den Montblan von der italienischen Seite – der schneebedeckte Gipfel vor dem blauen Himmel über grünen alpinen Weiden
Den Montblan kann man von vielen Punkten im Tal sehen – aber die beeindruckendste Aussicht bietet der Pass Grand-Saint-Bernardo in 2469 Metern Höhe.

Der Montblan (4808 m) liegt an der Grenze zwischen Italien und Frankreich – doch im Aostatal sieht man ihn ganz anders: nicht als scharfen Gipfel, sondern als massives schneebedecktes Plateau, das näher und zugänglicher erscheint. Die wichtigsten Aussichtspunkte:

Colle del Gran San Bernardo {GOOGLE=45.8656,8.2276} – ein Gebirgspass auf einer Höhe von 2469 Metern, an dem sich das berühmte Kloster befindet. Die Straße dorthin windet sich über 35 Serpentinen – wunderschön, aber auch etwas beängstigend. Am Pass gibt es eine kleine Kapelle, ein Hostel sowie ein Klostermuseum. Vom Pass aus sind nicht nur der Montblanc, sondern auch der Monte Rosa und das Massiv des Gran Paradiso zu sehen.

Wie man dorthin kommt: Mit dem Auto benötigt man von Aosta aus 1,5 Stunden auf der SS21. Benzin ist teuer (1,80 EUR/Liter), aber die Straße selbst ist kostenlos. Während der Winterzeit kann der Pass gesperrt sein.

Erholungsort Pila {GOOGLE=45.7297,7.5842} – ein Skigebiet, das sich in 20 Minuten von Aosta entfernt befindet. Im Sommer gibt es dort Weidenflächen und Wandermöglichkeiten; im Winter kann man dort Ski fahren. Ein Förderbus bringt einen in 10 Minuten auf eine Höhe von 2000 Metern. Die Fahrkarte kostet 8,50 EUR für eine Hin- und Rückfahrt. Auf dem Gipfel befindet sich ein Restaurant, von wo aus man bei klarem Wetter den Montblanc in all seiner Pracht sehen kann.

Praktische Informationen – Öffnungszeiten, Preise, wann man hinfahren sollte

Beste Reisezeit: Juni bis September. Im Juli und August ist es in Italien sehr heiß, aber in den Bergen ist es angenehm (Tagestemperatur ca. 18–22°C). Mai und Oktober sind auch geeignete Zeiten – allerdings kälter und häufiger bewölkt. Im Winter (Dezember bis März) sind viele Gebirgspässe sowie die Hälfte der Schlösser geschlossen.

Tickets für Schlösser und Museen:

  • Fénis – 8 EUR (Erwachsene), 5 EUR (Schüler)
  • Ussel – 6 EUR
  • Sarriod de la Tour – 7 EUR
  • Gressoney – 5 EUR
  • Ruinen der Schlösser – kostenlos
  • Pila (Förderbus Hin- und Rückfahrt) – 12 EUR

Ein Kombiticket für drei Schlösser kostet 19 EUR – das spart 2 EUR. Man kann es vor Ort oder über die Website (visitaosta.it) kaufen.

Öffnungszeiten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten:

  • Aosta (Stadt) – täglich 24/7 geöffnet
  • Slösser – in der Regel di–so 9:00–18:00 Uhr, Mo frei
  • Kloster San Bernardo – täglich 9:00–18:00 Uhr
  • Touristisches Büro von Aosta – Mo–Do 9:30–13:00, 14:30–18:00 Uhr; Fre–So 10:00–13:00, 15:00–18:00 Uhr

Wo man essen kann:

In Aosta befindet sich das Ristorante Helleluja (Piazza Chanoux, Via Chamois 5): Es bietet regionale Küche, Fleischteigtaschen (tajarin), Fontina-Käse sowie den Wein Petit Rouge. Die Hauptgerichte kosten zwischen 14 und 18 EUR, ein Glas regionalen Weins kostet 18 EUR. Reservieren Sie am Wochenende einen Abend dort.

Auf dem Weg zu den Schlössern befindet sich das Rifugio Mont Blanc im Dorf Gressoney-La-Trinité: Hier wird einfache Bergkost serviert – Nudeln, Käse, Wurst – und man hat einen Blick auf die Gletscher. Ein Hauptgericht kostet 10 bis 12 EUR.

Strände und Baden: Im Sommer kann man im See Lac Pléson baden {GOOGLE=45.8934,7.8756} (Höhe: 2042 m, ein kaltes Gletschersee). Die Wassertemperatur liegt selbst im August bei 12 bis 14°C.

Geschichte und Sprache:

Die offizielle Sprache ist Italienisch, aber die Einheimischen sprechen den französisch-provenzalischen Dialekt. Auf den Straßen finden Sie Namen in beiden Sprachen: Aosta/Aoste, Castello Fénis/Château de Fénis. Dies ist ein Erbe aus der Zeit, als das Tal unter französischer Kontrolle stand. Selbst das heutige Wappen des Tals zeigt einen heraldischen Löwen aus dem Herzogtum Savoyen.

Wie man ins Aostatal gelangt:

Flugzeug: Der nächstgelegene Flughafen ist Turin (Aeroporto di Torino Caselle). Von dort dauert die Busfahrt nach Aosta 2 Stunden (FlixBus, 15 EUR) oder die Autofahrt ebenfalls 2 Stunden.

Zug: Vom Flughafen Turin fährt der regionale Zug von Trenitalia in 2,5 bis 3 Stunden nach Aosta. Die Fahrkarte kostet 12 bis 18 EUR (kaufen Sie sie mindestens eine Woche vor der Reise auf der Website trenitalia.com). Der Zug hält an der Stazione Aosta, von dort sind es nur 10 Minuten zu Fuß ins Stadtzentrum.

Bus: FlixBus verbindet große italienische Städte, aber nach dem kleinen Aosta fährt er nur von Turin und Mailand aus. Die Fahrzeit beträgt ebenfalls 2,5 bis 3 Stunden; die Preise liegen zwischen 10 und 20 EUR, abhängig vom Wochentag.

Auto: Mit dem Auto ist es ideal, wenn Sie mehrere Schlösser besuchen möchten. Die Mietpreise in Turin beginnen bei 35 EUR pro Tag (Hertz, Avis); die Kraftstoffkosten liegen bei etwa 1,70 bis 1,85 EUR pro Liter. Die Entfernungen innerhalb des Tals sind gering – zwischen den äußersten Schlössern beträgt die Distanz maximal 40 Kilometer.

In Aosta und der Umgebung: Die Busse von SVAP fahren durch das Tal; die Fahrkarte kostet 2 EUR für eine Fahrt bzw. 5 EUR für einen Tagesausflug. Die Fahrpläne finden Sie auf svap.it. Allerdings fahren die Busse unregelmäßig – ein- oder zweimal am Tag – daher ist für Ausflüge zu den Burgen entweder ein Auto oder ein Reiseführer erforderlich.

Tipps für Touristen: Was mitzunehmen und wie die Reise zu planen

Was Sie unbedingt mitnehmen sollten:

  • Bequeme Schuhe für Wanderungen zu den Burgen – Espadrilles eignen sich nicht.
  • Ein Windbreaker, da es in den Bergen windig und die Temperatur stark schwankt.
  • Sonnenschutzcreme, da die UV-Strahlung in den Bergen stärker ist.
  • Eine Karte der Region (der Touring Club Italiano bietet gute Karten für 12 EUR an) oder laden Sie Offline-Karten auf Ihr Handy herunter.
  • Bargeld – einige kleine Museen akzeptieren keine Kreditkarten.
  • Ein Fernglas oder ein Handy mit einer guten Kamera, um Fotos vom Montblanc zu machen.

Reiseplan für eine Woche:

Tag 1: Ankunft in Aosta, Spaziergang durch die Stadt (Römisches Theater, Kathedrale, Arkade des Augustus), Abendessen im Restaurant Helleluja.

Tag 2: Burg Fénis (Morgen) + Spaziergang durch das Dorf Issogne + Sarriod de la Tour (Abend).

Tag 3>Mit dem Funicular nach Pila, Aussicht auf den Montblanc, Wandern auf Bergwegen, Abstieg bei Sonnenuntergang.

Tag 4>Autofahrt zum Colle del Gran San Bernardo, Kloster, See, Abendessen auf dem Pass.

Tag 5>Tal Gressoney, Burg Gressoney-La-Trinité, Gletscherseen, Aufstieg zum Skigebiet Monterosa (sofern Zeit und Kraft vorhanden sind).

Tag 6>Burg Ussel und das Aostamuseum, Baden im See Planseyon.

Tag 7>Entspannung in Cafés, Kauf von Fontina-Käse und Wurst in lokalen Läden.

Was Sie besser vermeiden sollten:

  • Fahren Sie nachts alleine mit dem Auto in die Berge, wenn Sie keine Erfahrung im Fahren auf Serpentinen haben.
  • Überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht beim Wandern – Höhenlagen von über 2000 Metern sind anstrengend.
  • Besuchen Sie Burgen nicht um die Mittagszeit (Juli–August), da es dort viele Touristen gibt und keine schattigen Plätze vorhanden sind.
  • Vergessen Sie nicht die Öffnungszeiten der Museen – sie schließen oft zum Mittagessen zwischen 12:30 und 14:30 Uhr.
  • Fahren Sie im November bis April ohne Schneeketten auf die Pässe.

Wo Sie Informationen finden können:

  • Reisebüro von Aosta – Piazza Chanoux 8, Tel.: +39 0165 236627
  • Website visitaosta.it mit Zeitplänen und Preisen
  • Führer zu den Burgen: Das Buch „Castelli della Valle d’Aosta“ (Verlag Touring, 16 EUR)
  • Forum Reddit r/ItalyTravel – echte Berichte von Reisenden

Service Airbnb: In den Dörfern rund um Aosta gibt es gemütliche Apartments auf Dächern (mit Blick auf die Berge) für 50–80 EUR pro Nacht – das ist sogar besser als ein Hotel in der Innenstadt von Aosta.

Kosten für eine Woche:

  • Unterkunft – 350 EUR (5 Nächte in Apartments)
  • Essen – 150 EUR (einfache Gerichte für 10–15 EUR, Wein ca. 15–20 EUR pro Flasche)
  • Tickets für Burgen und Museen – 45 EUR
  • Benzin (Mietwagen + Kraftstoff) – 150 EUR
  • Insgesamt: ca. 700 EUR pro Person – ohne Flugtickets

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