Thurgau und der Bodensee: Obstgärten, Kinderspielplätze und eine Schweizer Idylle
Geschichte und Kontext: Die Region, in der Äpfel wachsen
Thurgau ist ein kleiner Kanton im nordöstlichen Teil der Schweiz, der an Deutschland und Österreich grenzt. Der Bodensee – Europas drittgrößter See – durchquert diese Region und teilt die Ufer von drei Ländern. Erlen, wo wir uns jetzt befinden, ist ein typisches Schweizer Dorf mit etwa 2500 Einwohnern, umgeben von Obstgärten.
Thurgau ist historisch als „Obstkammer der Schweiz“ bekannt. Im 15. Jahrhundert siedelten sich hier Bauern an und stellten schnell fest, dass das Klima hier ideal für den Anbau von Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Pfirsichen ist. Wenn man im Sommer die Straßen Thurgaus entlangfährt, sieht man nur Grün – Obstgärten, die von schönen Holzzäunen und schmalen Asphaltwegen getrennt sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden die ersten touristischen Attraktionen, insbesondere Kinderspielplätze und Anwesen, an denen man das lokale Apfelwein probieren kann.
Der Bodensee selbst ist ein Juwel dieser Region: klares Wasser, sandige Strände und Radwege entlang des Ufers. Am gegenüberliegenden Ufer sind die deutschen Alpen zu sehen, was eine wunderschöne Panoramaebene ergibt.
Wie man nach Thurgau und zum Bodensee kommt
Falls Sie am internationalen Flughafen Zürich angekommen sind, ist die einfachste Art und Weise, nach Erlen zu gelangen, mit dem Zug. Vom Zürich Hauptbahnhof nehmen Sie den Regionalzug S16 in Richtung St. Gallen – die Fahrtdauer beträgt 1 Stunde und 15 Minuten, die Fahrkarte kostet 35–40 CHF (ca. 38–43 EUR) für eine Hin- und Rückfahrt. Der Zug fährt durch die Stadt Frauenfeld (die Hauptstadt von Thurgau) und dann in Richtung Bodensee.
Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise mit dem Auto von Zürich aus (mieten Sie Ihr Fahrzeug bei Europcar, Hertz oder Avis). Die Entfernung beträgt 70 km, die Fahrtdauer auf der Autobahn A7 liegt bei 1 Stunde und 20 Minuten. In Erlen ist die Parkplatzsituation an den meisten Orten kostenlos.
Von Konstanz, Deutschland – der nächstgelegenen größeren Stadt am Bodensee – sind es 30 km mit dem Auto (ca. 35 Minuten) oder mit dem Regionalbus Nr. 7 der Verkehrsbetriebe Konstanz (4 EUR, 50 Minuten Fahrzeit).
Falls Sie mit Kindern essen gehen, empfehlen wir Ihnen, eine Swiss Travel Card zu kaufen – ein 3-tägiger Pass kostet 200 CHF, was etwa 215 EUR pro Person entspricht – und bietet unbegrenzten Zugang zu allen Zügen und Bussen.
Was Sie sehen sollten: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Turgaus
1. Obstgärten und das Mosterei Schloss Salenstein
Das ist die Hauptattraktion der Region
Öffnungszeiten: Montag–Freitag 10:00–17:00 Uhr, Samstag geschlossen. Der Eintritt kostet 12 CHF (ca. 13 EUR) für Erwachsene, 6 CHF (ca. 6,50 EUR) für Kinder im Alter von 6–15 Jahren und ist für Kinder unter 6 Jahren kostenlos. Die Führung durch die Mostherstellung inklusive Verkostung dauert 45 Minuten und muss im Voraus telefonisch unter +41 71 644 11 21 gebucht werden.
Was Sie mitbringen sollten: Bequeme Schuhe (es gibt viele Wege zwischen den Gärten), Sonnenschutzmittel (die Gärten haben keinen Schatten) und eine Flasche Wasser. Auf dem Gelände befindet sich ein kleiner Laden, in dem Sie frischen Saft (4 CHF pro 0,5 Liter) und Mostdosen (8–15 CHF) kaufen können.
2. Der Kinderpark Erlebnispark Zug
Er befindet sich in der benachbarten Stadt Zug
**Öffnungszeiten:** Während der Saison (April bis Oktober) täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10:00 bis 19:00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 32 CHF (ca. 34 EUR) für Erwachsene und 25 CHF (ca. 27 EUR) für Kinder. Ein Vollpreis-Ticket für Erwachsenen und 2 Kinder kostet 75 CHF (ca. 81 EUR). Die Parkgebühr beträgt 5 CHF (ca. 5,50 EUR).
**Anreise:** Vom Bahnhof Erlen mit dem Zug S16 nach Zug (30 Minuten, 12 CHF), anschließend mit dem Bus Nr. 3 bis zur Haltestelle „Erlebnispark“ (10 Minuten, 2 CHF). Oder mit dem Auto über die Autobahn E60 – in etwa 40 Minuten.
3. Bodensee und Strände**
Die Ufer des Sees befinden sich 12 km von Erlen entfernt. Der beste Strand der Region ist der Amriswiler Strand
Ein weiterer Strand ist der Bottighofen-Strand
4. Radtour entlang des Sees – der Bodensee-Radweg**
Der legendäre Radweg erstreckt sich über 260 km und umrundet den gesamten Bodensee durch die Länder Schweiz, Deutschland und Österreich. Auf dem schweizerischen Abschnitt beträgt die Strecke von Erlen bis zur Stadt Kreuzlingen an der deutschen Grenze 20 km; die Fahrt dauert in etwa 2–3 Stunden. Die Straße ist asphaltiert und gut ausgeschildert. Fahrräder können in Erlen im Geschäft „Velo-Shop Erleben“ ausgeliehen werden (Stadtrad: 30 CHF pro Tag, Sportrad: 45 CHF pro Tag).
5. Die Stadt Frauenfeld – Hauptstadt des Kantons Thurgau**
Eine kleine, aber gepflegte Stadt, die sich 20 km von Erlen entfernt befindet
Praktische Informationen: Preise, Zeiten, wann reisen
Preise für die Unterkunft in Erlen:**
Das Hotel „Hotel Erlhof“ (2 Sterne)
Das Hostel „Backpackers Thurgau“ kostet 35–45 CHF pro Person in einem Gemeinschaftszimmer.
Apartments auf Airbnb (Studios) sind ab 80–120 CHF pro Tag erhältlich.
Preise für Essen:
Mittagessen in einem Café: 18–25 CHF (ca. 20–27 EUR). Trockene Verpflegung in den Läden „Migros“ oder „Coop“: 15–20 CHF (ca. 16–22 EUR). Eine 0,75-Liter-Flasche Schweizer Wein im Supermarkt: 12–20 CHF (ca. 13–22 EUR).
Beste Reisezeit:
Mai–Juni: Temperaturen zwischen 18 und 22°C, Obstgärten in Blüte, weniger Touristen als im Sommer; Unterkunftskosten sind um 15–20% günstiger.
Juli–August: Die heißeste Saison (22–26°C); Strände sind überfüllt, Preise sind um 30% höher – aber alle Attraktionen sind den ganzen Tag geöffnet.
September: Apfelernte, viele Bauernmärkte; das Wein ist frisch; Temperaturen zwischen 18 und 20°C – ideal für Fotos.
Oktober–April: Kalt (5–12°C); viele Museen sind geschlossen oder haben reduzierte Öffnungszeiten; Preise sind um 40% niedriger als im Sommer.
Tipps für Reisende: Was mitzunehmen, was zu vermeiden und wo man essen kann
Was unbedingt mitzunehmen:
1. Bequeme Turnschuhe oder Wanderschuhe – es gibt viele Feldwege in den Gärten und entlang des Sees; der Asphalt ist an manchen Stellen von schlechter Qualität.
2>Sonnenschutz (SPF 50+) und eine Mütze – in den Gärten des Thurgaus gibt es fast keinen Schatten; die Sonne reflektiert von der Erde ab.
3>Ein winddichtes Jackett – auch im Sommer kann am See Wind aus den Alpen wehen (3–5 m/s).
4>Kreditkarte (Visa/Mastercard) – Die Schweiz ist ein hochtechnologisches Land; Karten werden überall akzeptiert, aber Bargeld in CHF ist für Parkgebühren und kleinere Ausgaben nützlich.
5>Einen Katalog mit Radwanderwegen (kostenlos in Touristenzentren erhältlich).
Was zu vermeiden:
1>Reisen Sie nicht in Juli–August, wenn Sie Ruhe suchen – der See ist dann voller deutscher Touristen.
2. Rechnen Sie nicht damit, in den kleinen Dörfern Englisch zu hören – in Erlen sprechen viele nur Deutsch. Laden Sie sich einen Übersetzer herunter oder lernen Sie 10 Sätze auf Deutsch.
3> Parken Sie nicht außerhalb der vorgesehenen Parkplätze – die Strafen betragen 80–150 CHF (≈85–160 EUR); die Polizei ist hier sehr streng.
4> Kaufen Sie keine Souvenirs am Flughafen Zürich – in Erlen sind lokaler Honig und Apfelessig doppelt so günstig.
5>Fahren Sie in der Stadt Constance (Deutschland) ohne Umweltzertifikat nicht mit dem Auto – in Deutschland wurden seit 2020 die Umweltanforderungen verschärft.
Wo kann man in der Nähe von Erlen essen:
"Gasthof Zur Post" (ländliche Schweizer Küche)
"Restaurant Seeblick" (am Seeufer in Amriswil)
"Café zur Mühle" (Kaffeehaus, hausgemachte Kuchen) – Capuccino 5,50 CHF, Apfelstrudel 6 CHF; geöffnet von Mo–Fr 7:00 bis 18:00 Uhr, Sa/So 8:00 bis 17:00 Uhr, Sonntags ganztägig von 10:00 bis 16:00 Uhr.
"Picnic" (Supermarkt in Erlen) – Kaufen Sie ein fertiges Brötchen (8 CHF), einen Salat (6 CHF) und lokales Bier (5 CHF); setzen Sie sich anschließend an den Strand und genießen Sie die Aussicht auf den See.
Kulturelle Hinweise:
In der Schweiz sagt man üblicherweise „Grüezi“ (Hallo) und „Danke schön“. Es ist nicht üblich, Kellnern Trinkgeld zu geben; jedoch zeugt ein Zusatz von 5–10 % von gutem Service. Geschäfte schließen an Werktagen um 18:00–19:00 Uhr und sind am Sonntag geschlossen – planen Sie Ihre Einkäufe daher im Voraus.
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