Reise nach Wien. Teil 1.

Zur Abwechslung verbrachte ich diese ganze Woche nicht auf Unterhaltungsreisen, sondern auf Geschäftsreisen. Ich flog nach München, mietete dort ein Auto und fuhr in das Dorf Monheim, 100 Kilometer nördlich der Stadt. Dort leben nur 2.000 Menschen und es gibt lediglich ein einziges Restaurant – eine Pizzeria … Es gibt keine Hotels, daher übernachtete ich im benachbarten Dorf Wemding, in dem doppelt so viele Menschen leben.

Es ist eine sehr kleine und ruhige Stadt – die Einwohner schließen ihre Türen nachts nicht ab:

Dennoch gibt es in der Stadt eine große und sehr prächtige Kirche:

Aber selbst in dieser Idylle können unerwartete Ereignisse passieren. Eines Morgens, als ich das Hotel verließ, sah ich einen umgestürzten Informationsstand:

Mich freute besonders die Skulptur vor dem Eingang der Raiffeisenbank – jemand hatte eine halbe Buchtel Kekse in die verschränkten Hände der Frau gelegt. Offenbar hatten sie einen „Krisenfall“ …

Ich verbrachte dort zwei Nächte und mein nächstes Ziel war Wien, wohin ich auch ziemlich regelmäßig reise. Übrigens plane ich wieder in einer Woche dorthin zu fahren:

Unterwegs hielt ich mehrmals an und fotografierte die lokalen Landschaften:



Der Nebel hing etwa einen Meter über dem Boden und teilte die Bäume sowie das Dorf in zwei Hälften:

Schließlich setzte sich der Nebel durch – das Wetter verschlechterte sich vollständig, und die Fahrt nach Wien war langweilig und trüb:

Zuletzt war ich hier im letzten Jahr. Wie bereits erwähnt, mache ich in Wien immer einen bestimmten Spaziergang: Ich beginne bei der Wiener Oper und gehe dann die Fußgängerstraße Kärntner Straße entlang in Richtung des Stephansdomes:



Es ist eine sehr breite Fußgängerstraße, die an beiden Seiten mit Geschäften gesäumt ist:

Irgendwo auf halbem Weg zum Stephansdom befindet sich das Schnellrestaurant Nordsee:
Es handelt sich um eine deutsche Fast-Food-Kette, die auch in Österreich, Tschechien, Rumänien und der Schweiz zu finden ist. Normalerweise essen wir frische Meeresprodukte nur im Urlaub am Meer – Deutsche und Österreicher müssen das jedoch nicht tun; alles Frische befindet schließlich in ihrer Nähe. Nordsee ist wirklich ein „Königreich der Meeresprodukte“:
Oh, wo sonst könnte man so lecker und schnell etwas essen?
Manchmal trifft man auf der Kärntner Straße auch lustige Typen – zum Beispiel diese Mädchen, die eine „Krone“ trugen… Mir fiel da ein Witz ein: In der Ukraine stand ein kleiner Junge mit seiner Großmutter an der Bushaltestelle. Der Junge trug einen Nachttopf auf dem Kopf; sie fuhren ins Krankenhaus, um die „Krone“ abzunehmen. Der Junge fragte dann lange und nachdrücklich: „Oma, bin ich ein Prinz oder ein König?“ Darauf antwortete die Großmutter ärgerlich: „Du verdammter Kerl!“
Wien hat viele „Attraktionen“ – Wiener Schnitzel, die Wiener Oper, der Zacher Kuchen und natürlich die Mozart-Kekse. Man findet sie überall; und wenn man sie doch vergisst zu kaufen, verfolgen sie einen sogar bis zum Flughafen:
Die Straße endet an einer großen Platz mit dem Stephansdom in der Mitte:
Dort befindet sich die prächtige Kathedra des Erzbischofs von Österreich – sie ist aus einem einzigen Steinblock gefertigt und mit feinster Schnitzarbeit verziert:
Ich habe eine Tradition: Bei jedem Reise er versuche ich, auf einen höheren Ort zu steigen, um eine Panoramablick über die Umgebung zu bekommen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich beim ersten Besuch hier in den Turm dieses Domes gestiegen bin… An diesem Tag hatte ich den ganzen Tag lang Geschäftsverhandlungen in Anzug und Krawatte gefertigt. Außerdem enthielt mein Rucksack nicht nur 10 Kilogramm an Fototechnik, sondern auch einige Kilogramm an Produktproben. Da stand ich also, so schick angezet, mit dem Rucksack auf dem Rücken – und sah eine kleine Schilder, auf der stand, dass man in den Turm steigen könne. Als Belohnung für die „Anstrengung“ versprach man einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Natürlich ging ich darauf ein. Ich kaufte ein Ticket und begann meinen „Aufstieg“. In meinem Leben habe ich schon viele Wendeltsteige genege, aber so enge habe ich noch nie eine erlebt – man konnte dort kaum gehen aufrecht, weil die Wände berührten die Schultern. Man musste sich halb gebückt bewegen. Oftmals gab es zwei Leitern: Eine diente zum Aufstieg, die andere zum Abstieg. Hier war nur eine Leiter – und es kamen ständig Menschen herunter. Da ich mit dem Rucksack auf dem Rücken war, war ich breiter als wenn ich ohne Rucksack gewesen wäre; daher musste ich jedes Mal anhalten, den Rucksack abnehmen und seitwärts gehen, um Platz zu machen. Die Leute, die nach unten kamen, drückten sich dabei eng an mich. Leider steigen junge Frauen kaum jemals in den Turm des Stephansdoms… Meistens sind es ältere Männer… Als ich schließlich oben angekommen war, konnte man meine Kleidung direkt auf der Aussichtsplattform in die Reinigung geben… Aber dort wartete noch eine Überraschung auf mich – es gab überhaupt keine Aussichtsplattform! Dort befand sich nur eine winzige Kammer mit schmutzigen Fenstern, die zudem mit dichten Maschen verhangen waren. Ich werde dieses Enttäuschung niemals vergessen… Und dann kam der Rückweg nach unten – wieder musste ich mich durch die Menschenmassen quetschen… Aber lassen wir das traurige Thema ließen und sprechen plutôt über etwas Angenehmes:
In der Nähe des Stephansdoms kann man immer eine Kutsche mieten und sich so durch die engen Gassen der Altstadt Wiens fahren lassen:
Altstadt Vienna
Ehrlich gesagt, bevor ich nach Wien reiste, dachte ich, dass ich überhens nicht über Wien berichten würde – schließlich gibt es schon so viele Artikel und Berichte darüber. Aber dann sammelten sich so viele Fotos und es gab so viel zu erzählen, dass ich den Bericht in zwei Artikel aufteilen musste. Die Fortsetzung folgt … Stay tuned!
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