„Historisch-archäologisches Schutzgebiet ‚Kamennaja Mogila‘“
Millionen von Jahren ago war dieses Gebiet der Grund des Sarmatischen Meeres. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte verwandelte sich das Meer in eine Wüste. Durch den Rückgang der Gletscher entstanden tiefe Einschnitte, und es bildete sich eine Insel, die später zu einem Hügel wurde. Unter dem Einfluss von Wasser, Sonne und Wind spaltete sich der Hügel in tausende von Felsenbrocken, welche verschiedene Gänge, Höhlen und Felsgrotten bildeten. Über Jahrtausende dienten diese Höhlen verschiedenen Stämmen als eine Art Tempel, in denen sie ihren Göttern huldigten und Rituale durchführten. Archäologische Funde – Opferaltäre und erhaltene Felsmalereien – belegen dies. Diese Malereien stammen aus der Steinzeit, dem späten Paläolithikum, der Bronzezeit und dem Mittelalter. In der Höhle „Der Zauberer“ finden sich Darstellungen von Mammuts und primitiven Menschen; die Höhle „Die Ziege“ begeistert mit Malereien verschiedener Tiere wie Wildschweine, Enten und Ziegen – sie zeigen Szenen aus dem Leben der Urmenschen. In der Höhle „Mysterien“ sind außerdem Abbildungen von Mammuts, Pferden und Nashörnern zu sehen sowie tanzende Frauen in Tiermasken. Solche Bilder vermitteln Einblicke in die alten Rituale der Urmenschen, die ihrer Überzeugung nach dazu beitrugen, erfolgreiche Jagden zu ermöglichen und ihre Wohnstätten vor Unglück zu schützen.
Exponate aus ferner Vergangenheit können im Museum „Urzeitkunst der Steingrube“ besichtigt werden, das sich auf dem Gebiet des Naturschutzgebiets befindet. Es lohnt sich, die dort ausgestellten Arbeitswerkzeuge, einen Mammutschaufzahn, Waffen aus der Mesolithikzeit, keramische Geräte aus der Steinzeit sowie Steinsplitter mit Petroglyphen zu betrachten. Im Museum werden auch Churinge aufbewahrt – heilige Gegenstände, die Stämme und Familien vor Krankheiten und bösen Kräften schützten.
Möchten Sie Einblicke in die Geschichte vieler Jahrtausende gewinnen? Besuchen Sie dann den Berg Ostraja. Hier wurde im Jahr 1992 ein Stein mit eingravierten Geheimzeichen gefunden. Forscher übersetzten diese Inschriften und stellten fest, dass an dieser Stelle ein Altar des skythischen Gottes Ares stand.
Jedes rätselhafte Ort hat seine fesselnden Geschichten und Legenden. So besagt eine Legende, dass die Steingrube an der Stelle entstand, an der heldenhafte Krieger in einem erbitterten Kampf mit Steinen geschossen haben. Eine weitere Legende erzählt von den „Steinfrauen“, die heute noch auf dem Gebiet des Naturschutzgebiets inmitten der stillen Steppe stehen. Laut einer Chronik fand im Jahr 1223 eine große Schlacht zwischen Polowcen und Russinen statt. Viele tapfere russische Krieger und Fürsten fielen. Nach der Schlacht suchten Mütter, Ehefrauen, Schwestern und Töchter nach den Leichen ihrer Verstorbenen, um sie mit Ehre zu begraben. Als sie das Schlachtfeld sahen – ein Feld des Todes – konnten ihre Herzen diese schreckliche Szene nicht ertragen. Alle Frauen verwandelten sich in steinernen Statuen...
Heute geniesst das Museum-Naturschutzgebiet „Steingrube“ große Beliebtheit bei Touristen aus verschiedenen Teilen der Ukraine und dem Ausland. Liebhaber von Rätseln und der fernen Vergangenheit entdecken mit Interesse und Freude die historischen Stätten und lassen sich von der besonderen Atmosphäre dort beeinflussen. Zudem verleihen die einzigartigen Düfte der Steppe eine angenehmes Gefühl von Wohlbefinden!
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