„Nationale historisch-kulturelle Museum-Schutzzone ‚Lychakowskoje Friedhof‘“ - Lernen wir die Ukraine kennen! - otdih.pro

„Nationale historisch-kulturelle Museum-Schutzzone ‚Lychakowskoje Friedhof‘“

Eines der ältesten und prächtigsten Gedenkfriedhöfe befindet sich in der Ukraine, in Lwiw. Es handelt sich um den „Lytschakower Friedhof“. Er erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 40 Hektar und beherbergt die Gräber tausender bekannter Persönlichkeiten aus dem Bereich der Gesellschaft und Kultur.

Hier können Sie außerdem einzigartige Grabskulpturen sehen, die von berühmten Künstlern wie Jewgeni Dsindra, Edmund Jaskulski und Abel Maria Perrier geschaffen wurden.

Einer Legende nach soll man abends auf dem Lytschakower Friedhof gelegentlich eine dunkle Frauengestalt sehen können, die in der Nähe des Friedhofs spaziert. Die Leute aus Lwiw erzählen, dass ein mutiger junger Mann einmal versuchte, mit dieser Frau zu sprechen – doch sie hatte kein Gesicht. Die unbekannte weibliche Gestalt ist nur eine von vielen Geheimnissen, die der Lytschakower Friedhof birgt. Wenn man all die Legenden über diesen Ort zusammennimmt, ergibt sich ihre Anzahl als fast genauso groß wie die der interessanten Sehenswürdigkeiten, die es im Museumreservat zu entdecken gibt. So gibt es beispielsweise auch ein Denkmal für den Künstler Arthur Grothger, der in Vanda Monne verliebt war. Das junge Paar lernte sich auf einem Ball kennen und blieb von da an fast unzertrennlich. Sie besuchten oft den Lytschakower Friedhof zusammen, und Arthur sagte einmal, er wolle für immer hier bleiben. Als er im Alter von 30 Jahren in Frankreich an Tuberkulose starb, verkaufte Vanda all ihre wertvollen Sachen, um die Leiche ihres Geliebten nach Lwiw zu holen und auf dem Lytschakower Friedhof zu begraben. Heute erzählt man in ganz Lwiw von der Legende der ewigen Liebe von Vanda und Arthur – und einige behaupten sogar, sie hätten gesehen, wie zwei junge Menschen Hand in Hand über den Friedhof spazieren gehen.

Am beliebtesten auf dem Lytschakower Friedhof ist jedoch weiterhin das Grab des Bischofs der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, des Wundertäter Nikolaus Chernetski. Auf diesem Grab brennen ständig Kerzen und es stehen immer frische Blumen. Die Menschen glauben, dass ein Besuch bei dieser Grabstätte heilende Kräfte haben kann. Einige kommen hier, um um Hilfe zu bitten oder um neue Hoffnung zu finden.

Neben romantischen und mystischen Geschichten ist das Lytschakower Friedhof auch eine wahre Schatzkammer voller einzigartiger Skulpturen und Grabmalen. Die ersten Beerdigungen fanden hier bereits im 13. Jahrhundert statt, und der Friedhof wurde offiziell gegründet im Jahr 1786. Heute gibt es hier etwa dreitausend Grabsteine, deren Künstler unter anderem Anton und Johann Schimzerer, Hartmann Witwer, Paul Eutele, Sergei Litwinenko, Tadeusz Baroncz und Gregor Kuznevitsh sind. Außerdem befinden sich hier die Gräber berühmter Persönlichkeiten wie Ivan Franko, Markijan Schaschkewitsch, Maria Konopnizkaja, Ivan Krypjakewitsch, Irina Wilde, Igor Bilosir und Wiktor Tschukarin. Auf dem Lytschakower Friedhof ist auch der bekannte ukrainische Journalist Gregor Gongadse beigesetzt.

Der Zugang zum Lytschakower Friedhof ist sehr einfach. Er befindet sich in einer Entfernung von anderthalb Kilometern vom Zentrum von Lwiw, und mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man leicht dorthin gelangen. Es ist nicht notwendig, den Friedhof selbst zu erkunden – es werden nämlich interessante Führungen angeboten.

Nationalhistorisches und kulturelles Museum-Park „Lytschakower Friedhof“

Nationalhistorisches und kulturelles Museum-Park „Lytschakower Friedhof“

Nationalhistorisches und kulturelles Museum-Park „Lytschakower Friedhof“

Nationalhistorisches und kulturelles Museum-Schutzgebiet ‚Lytschkawskoje Friedhof‘

Nationalhistorisches und kulturelles Museum-Schutzgebiet ‚Lytschkawskoje Friedhof‘

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