Interessante Fakten über den Trabant | otdih.pro

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Am 8. November 1957 begann auf dem Werk in Zwickau die Produktion eines neuen Automodells, das „Trabant“ genannt wurde – zu Ehren des im selben Jahr vom Sowjetunion gestarteten Raumfahrzeugs (auf Deutsch „Trabant“ – „Satellit“). Der Trabant verfügte über keinen Benzinpumpe; das Kraftstoff floss automatisch in den Vergaser, und der Tank befand sich direkt unter dem Motorhauben neben dem Motor. Dies erforderte bei der Betankung außerordentliche Sorgfalt und trug weder zur Brandsicherheit noch zur Sicherheit im Falle eines Unfalls bei. Der Karosseriestahl des Trabant war herkömmlicher Stahl, während die dekorativen Paneele aus sogenanntem „Dummplast“ gefertigt waren – einem Material auf Basis von Phenolformaldehydharz mit Füllstoffen aus Baumwollabfällen. Dadurch konnte Stahl eingespart werden, der in jenen Jahren Mangelware war. Das Ergebnis: Das Auto wog nur 620 Kilogramm und war bei richtiger Pflege kaum korrosionsanfällig.

Die Trabant-Autos wurden in Ostdeutschland von 1957 bis 1991 produziert. In dieser Zeit wurden mehr als 3 Millionen Fahrzeuge verkauft. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1989 endete die Produktion des „Trabant“, und das Werk wurde von der Firma „Volkswagen“ übernommen. Die Höchstgeschwindigkeit der meistverkauften Version, dem Trabant P601 mit einem zweizylindrischen Zweitaktmotor mit 26 PS, lag bei maximal 100 Kilometern pro Stunde. Der Trabant wurde sowohl in sozialistische Länder (hauptsächlich die Tschechoslowakei, Polen und Ungarn) als auch in zahlreiche kapitalistische Länder exportiert – beispielsweise Griechenland, die Niederlande, Belgien, Südafrika und sogar Großbritannien. Interessanterweise gelangten nur wenige Exemplare dieses Modells nach der Sowjetunion.

In der DDR überstieg das Nachfragevolumen nach Trabanten während der gesamten Produktionszeit deutlich die Menge der Fahrzeuge, die in den freien Verkauf gelangten. Daher waren sie nicht frei erhältlich – Käufer mussten oft jahrelang warten, in einigen Fällen sogar bis zu 13 Jahre oder länger. Zwei Brüder aus Deutschland stellten mit einem verbesserten Trabant einen Weltrekord an Geschwindigkeit auf: Beim Rennen am Flughafen Rotenburg erreichte der Trabant eine Höchstgeschwindigkeit von 235 Kilometern pro Stunde.

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