Södermalm in Stockholm – der hipsterische Stadtteil Schwedens - otdih.pro

Stokholms Södermalm – ein Führer durch den hippesten Stadtteil der Stadt

Södermalm ist nicht einfach nur ein Stadtteil von Stockholm – es ist eine eigene „Welt“ mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Hier befinden sich Vintage-Läden neben Cafés der „dritten Welle“, Graffiti schmücken die Fassaden alter Häuser, und lokale Künstler stellen ihre Werke in kleinen Galerien aus. Wir erzählen Ihnen, wie Sie hier hinkommen, wo Sie zu angemessenen Preisen essen können und warum dieser Stadtteil zur Heimat der kreativen Jugend Schwedens geworden ist.

Geschichte und Kontext: Wie ein Arbeiterviertel zur kulturellen Hauptstadt wurde

Mariatorget – der zentrale Platz des Stadtteils Södermalm an einem Sommertag
Mariatorget versammelt Einheimische und Touristen rund um Cafés und Geschäfte

Södermalm – oder einfach „Söder“ für die Einheimischen – ist eine Insel im Zentrum Stockholms, die bis in die 1970er Jahre als gewöhnliches Arbeiterviertel galt. Hier lebten Hafenarbeiter, Fabrikangestellte und Migranten. Doch alles änderte sich, als Künstler, Musiker und kreative Jugendliche auf diesen Stadtteil aufmerksam wurden: Die Wohnungen waren günstig, die Häuser schön – hauptsächlich vier- oder fünfstöckige Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert mit engen Gassen – und die authentische skandinavische Atmosphäre zog Menschen an, die nach Inspiration suchten.

Heute ist Södermalm das kulturelle Herz Stockholms. Hier befinden sich die besten Cafés der Stadt, Vintage-Boutiquen, unabhängige Galerien, Musikclubs und Restaurants, in denen nicht für Touristen, sondern für die Einheimischen gekocht wird. Gleichzeitig bleibt der Stadtteil im Vergleich zur Hauptstadt erschwinglich und ist nicht zu einem Touristenattrakt wie der Altstadt geworden.

Wie man hinkommt: U-Bahn, Busse und zu Fuß

Mit der U-Bahn: Die bequemste Option ist die rote Linie U3. Steigen Sie an der Station Slussen (an der Grenze zwischen Södermalm und dem restlichen Stadtteil) oder Medborgarplatsen aus – beides befindet sich direkt im Herzen des Stadtteils. Die Fahrkarte kostet 28 SEK (ca. 2,7 EUR) pro Fahrt, wenn Sie sie an der Kasse oder in der SL-App kaufen. Die Fahrzeit von der Centralstationen beträgt 5–7 Minuten.

SL 24-Tageskarte: Wenn Sie nur für einen Tag in Stockholm sind, kaufen Sie die Tageskarte SL 24 für 170 SEK (ca. 16 EUR). Sie bietet unbegrenzten Zugang zu allen Verkehrsmitteln bis Mitternacht.

Mit dem Bus: Die Busse Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 53 fahren in Richtung Södermalm. Die Fahrkarte kostet ebenfalls 28 SEK.

To Fuß: Wenn Sie sich bereits im Zentrum befinden – beispielsweise in der Nähe des Alten Stadtteils oder des Riksdagsgebäudes – können Sie zu Fuß über die Brücke Strömbron zum Slussen gelangen. Dies dauert etwa 10–15 Minuten und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Stadt.

Was zu sehen ist: Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und gemütliche Orte

Panoramablick von der Aussichtsplattform Skinnarviksberget auf Stockholm
Von der Aussichtsplattform Skinnarviksberget aus eröffnet sich einer der besten Panoramen der Stadt
Antiquitätsläden in den Straßen von Södermalm mit ausgestellten Möbeln
Die Gebiete rund um die Folkungagatan sind ein wahres Paradies für Antiquitätsliebhaber

Mariatorget – der zentrale Platz des Viertels

Das ist nicht einfach nur ein Platz – sondern das Herz von Södermalm. An Wochenenden versammelt sich hier viel Menschen; sie sitzen in Cafés oder spazieren mit ihren Hunden. Rund um den Platz befinden sich die besten Cafés, Restaurants und Geschäfte. Das Vinylgeschäft Record Mania befindet sich direkt auf dem Platz – wenn Sie nach Platten schwedischer Indie-Bands suchen, ist dieses Geschäft unerlässlich. Preise: Ein Album kostet etwa 150 SEK (≈14 EUR).

Södermalm Antik & Design – ein Viertel voller Antiquitäten

Die Straßen in der Umgebung der Folkungagatan und Nytorgsgatan sind ein wahrer Paradies für Liebhaber von Vintage und Antiquitäten. Hier gibt es Dutzende kleiner Läden, in denen alles verkauft wird – von schwedischen Designstühlen aus den 1960er Jahren über sowjetische Ansichtskarten bis hin zu Motorraddecken. Der Laden Tvär ist bekannt für die Zusammenstellung von Kleidung aus verschiedenen Epochen; man kann dort wirklich wertvolle Funde für 200–400 SEK (19–38 EUR) entdecken. Pegasus Antikvariat richtet sich vor allem an Buchliebhaber, insbesondere solche, die sich für skandinavische Literatur interessieren. SoFo (südlich der Folkungagatan) – ein Fußgängergebiet für kreative Menschen

Der Bereich südlich der Folkungagatan zeichnet sich durch Graffiti-Kunst, Straßenkunstwerke der Künstler sowie enge Gassen zwischen den Häusern aus. Hier befinden sich unabhängige Galerien, Designstudios und kleine Läden mit selbstgemachten Produkten. Besuchen Sie unbedingt die Gassen Hornsgatan und Bondegatan – dort ändert sich ständig etwas, neue Kunstwerke erscheinen fast jede Woche. Fotografiska – ein Museum für moderne Fotografie Es befindet sich in einem schönen historischen Gebäude am Ufer des Riddarfjärden, fast an der Grenze zu Södermalm. Der Eintritt beträgt 185 SEK (≈17 EUR). Öffnungszeiten: di–so 9:00–21:00, mo geschlossen. Die Ausstellungen werden alle 2–3 Monate aktualisiert und sind von sehr hoher Qualität. Außerdem gibt es dort ein hervorragendes Café auf dem Dach mit Blick auf das Wasser. Skinnarviksberget – eine Aussichtsplattform mit Panoramablick Ein kleiner Hügel mit einem der besten Panoramen von Stockholm. Von hier aus kann man die gesamte Altstadt, die Inseln sowie den Palast sehen. Der Aufstieg ist kostenlos, aber der Weg ist steil – achten Sie darauf, bequeme Schuhe mitzunehmen. Am Sonnenuntergang versammeln sich hier Einheimische und Touristen. Die Fahrzeit von der Mariatorget aus beträgt etwa 10–15 Minuten. Nytorget – eine gemütliche kleine Platz Er unterscheidet sich von der Mariatorget dadurch, dass es hier ruhiger ist und mehr familiäre Atmosphäre herrscht. In der Umgebung gibt es Läden und Cafés; oft finden dort auch kleine Konzerte und Festivals statt. Im Sommer werden Tische direkt auf dem gepflasterten Platz aufgestellt.

Praktische Informationen: Öffnungszeiten, Preise, wann Sie am besten anreisen

Graffiti und Streetart an den Wänden der Gebäude im Stadtteil SoFo
Die Streetart ändert sich ständig – jeden Monat entstehen neue Werke

Öffnungszeiten der Geschäfte:

• Die meisten Geschäfte und Galerien: Mo–Do 10:00–18:00, Freitag 10:00–17:00, Samstag 12:00–17:00
• Einige Vintage-Läden öffnen später: 11:00 oder 12:00
• Cafés sind von 7:00–8:00 Uhr bis 18:00–19:00 Uhr geöffnet (außer an Feiertagen, dann später)

Preise für Dienstleistungen und Waren:

• Kaffee in den Cafés: 45–55 SEK (≈4,3–5,2 EUR)
• Brötchen, Sandwiches: 60–90 SEK (≈5,7–8,6 EUR)
• Mittagessen in Casual-Restaurants: 120–180 SEK (≈11–17 EUR)
• Cocktails in den Bars: 120–150 SEK (≈11–14 EUR)
• Eintritt in Museen/Galerien: in der Regel 100–200 SEK (≈9,5–19 EUR)

Wann ist die beste Reisezeit:

Mai–September – die beste Zeit. Im Juni gibt es die „Weiße Nacht“; es ist fast rund um die Uhr hell. Im Sommer finden auf den Plätzen Festivals, Konzerte und Märkte statt.

Dezember – Weihnachtsmärkte auf Södermalm, Dekorationen und Glühwein auf den Straßen. Die Atmosphäre ist magisch, aber es ist kalt (-5…-10°C).

Achten Sie darauf, Januar–März zu vermeiden – es ist kalt und düster, viele kleine Galerien und Geschäfte haben nur eingeschränkte Öffnungszeiten.

Ratschläge für Touristen: Ein praktischer Leitfaden

Fassade des Museums Fotografiska am Ufer von Stockholm
Das Museum für moderne Fotografie Fotografiska bietet weltklasse Ausstellungen

Was sollten Sie mitnehmen:

Bequeme Schuhe – Der Boden besteht überall aus Kopfsteinpflaster, und das Gelände ist hügelig. Hochhackige Schuhe sind hier definitiv keine gute Wahl.

Jackett – Selbst im Sommer kann es in Stockholm in der Nähe des Wassers windig sein.

Karte (SL-App oder Google Maps) – Das GPS funktioniert hervorragend, allerdings sind Straßenschilder in dieser Gegend selten zu finden.

Bargeld oder Karte – In Schweden kann man überall mit der Karte zahlen – allerdings fordern einige kleine Läden mindestens 50 SEK.

Was man vermeiden sollte:

• Denken Sie nicht, dass Södermalm der günstigste Stadtteil Stockholms ist. Die Preise sind hier fast genauso hoch wie im Zentrum – nur die Atmosphäre ist anders.

• Besuchen Sie nachts keine abgelegenen Gebiete in Södermalm alleine – es ist zwar nicht gefährlich, aber dort ist es dunkel und ruhig.

• Erwarten Sie nicht, dass alles hier „hippig und instagram-tauglich“ ist. Södermalm lebt sein eigenes Leben – es gibt viele normale Familien, Büros und ganz gewöhnliche Menschen.

Wo man essen kann – konkrete Adressen:

**Strenge Regeln – befolgen Sie sie alle ohne Ausnahme:** 1. Die Übersetzung muss in Deutsch erfolgen. Unter keinen Umständen darf die Ausgangssprache verwendet werden. 2> Nur der übersetzte Text wird angegeben – keine Erklärungen, Kommentare oder Anmerkungen. 3> Fügen Sie keine Phrasen wie „Hier ist die Übersetzung“ oder ähnliches hinzu. 4> Verwenden Sie weder Anführungszeichen noch andere Formatierungen. 5> Übersetzen Sie jedes Wort wörtlich – ohne Auslassungen oder Umformulierungen. 6> Sollten Sie bei einem Begriff unsicher sein, transkribieren Sie ihn in das deutsche Alphabet. **Übersetzung:**

Café Nola (Hornsgatan 96, ) – Das beste Frühstück in dieser Gegend. Gerichte ab 95 SEK (≈9 EUR). Öffnungszeiten: Mo–Do 7:30–18:00, Fre–So 9:00–18:00. Sehr beliebt – kommen Sie am Wochenmorgen vorbei. • Pelikan (Blekingegatan 40, ) – Eine klassische schwedische Küche in moderner Interpretation. Mittagessen ab 180–220 SEK (≈17–21 EUR). Öffnungszeiten: Mo–Do 11:30–22:00, Fre–So 12:00–22:00. • Nytorget Urban Deli (Nytorgsgatan 30, ) – Bäckerei, Café und Delikatessladen in einem. Sandwiches ab 75–120 SEK (≈7–11 EUR). Öffnungszeiten: Mo–So 7:30–20:00, Di–Do 8:00–20:00. • Meatballs for the People (Nytorgsgatan 14, ) – Genau das, was der Name schon sagt: Portionen Fleischbällchen in Buttersauce für 145 SEK (≈14 EUR). Öffnungszeiten: Mo–Do 11:30–21:00, Fre–So 11:30–22:00, Di–Do 12:00–21:00. • Vegan Black Metal Chef (Folkungagatan 56, ) – Ein veganes Restaurant mit schwarzhumoriger Atmosphäre. Hauptgerichte ab 160–200 SEK (≈15–19 EUR). Öffnungszeiten: Di–Do 17:00–22:00, Fre–So 11:00–23:00; an Wochenenden geschlossen. Reservierung erforderlich. **Cafés – Orte zum Sitzen und Arbeiten:** • Café Strandvagen – Eine ruhige Atmosphäre und hervorragender Espresso. • Espresso House (mehrere Filialen) – Eine Kettenunternehmung mit konstanter Qualität. • Stories (Södermalm) – Ein kleines Café mit Büchern und entspannender Musik – ideal zum Arbeiten am Laptop. **Nachtleben:** Södermalm ist nicht bekannt für Nachtklubs, aber es gibt viele tolle Bars und Orte mit Live-Musik. Debaser Strand (nahe der Grenze des Stadtteils, ) – Ein Konzertsaal und Club mit Veranstaltungskalender auf der Website. Eintrittspreise: 150–300 SEK (≈14–28 EUR).

Letzter Rat:Vergessen Sie den vorgegebenen Weg. Am besten gehen Sie einfach auf den Mariatorget oder in eine der Straßen des SoFo-Viertels und schlendern dort, wohin Sie Lust haben. Södermalm ist schließlich dafür da, um spazieren zu gehen, um bei jeder Ecke Neues zu entdecken, um Kaffee zu trinken und zu plaudern. Hier gibt es keinen Grund zur Eile.

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