Dresden: Zwinger, Frauenkirche, Barock - otdih.pro

Dresden: Zwinger, Frauenkirche und Meisterwerke alter Künstler – der Weg ins Herz des Barocks

Dresden ist eine Stadt, in der das Barock lebendig und atmend präsent ist. Wir spazierten durch die Gärten des Zwingerparks zwischen den vergoldeten Pavillons, stiegen in die Kuppel der Frauenkirche hinauf und standen vor den Gemälden Rembrandts in der Galerie – wo jedes Exponat ein Ausdruck der Seele darstellt. Der Weg dorthin sowie das, was man wissen muss, um nicht am Wichtigsten vorbeizugehen…
Am Samstagmorgen erwacht Dresden beim Klang der Glocken der Frauenkirche. Wir sind früh angekommen – noch schliefen viele Touristen in den Hotels des Altstädts, und die Sonne begann gerade erst, die Fassaden der Paläste zu vergolden. Der erste Tag hier ist immer atemberaubend: Die Stadt, die aus der Asche der Nachkriegszerstörung wiederauferstanden ist, steht vor einem als lebendiges Zeugnis dafür da, dass Schönheit alles überstehen kann. Man begreift sofort: Drei Tage reichen nicht aus.

Zwinger: Der Palast, in dem das Barock am lautesten lachte

Der vergoldete Zwinger-Pavillon mit Brunnen und Barockskulpturen
Fassade des Zwinger-Pavillons mit typischen Barockelementen und Vergoldung

Fangen Sie mit dem Zwinger an, , wenn Sie verstehen wollen, warum die Deutschen diesen Ort „sächsisches Versailles“ nennen. Es handelt sich nicht nur um einen Palast – es ist ein Freilufttheater, in dem jeder Pavillon zu „singen“ scheint. Der Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann schuf dieses Wunder Anfang des 18. Jahrhunderts, und die Logik seines Konzepts hat sich bis heute nicht geändert: Man schlendert durch den Park zwischen vergoldeten Säulen, sieht Brunnen und Skulpturen – und begreift allmählich, dass man sich im Zentrum des ambitioniertesten Barockprojekts Europas befindet.

Der Eintritt in den Zwinger-Park ist frei. Für den Besuch der Pavillons sind jedoch Eintrittskarten erforderlich. Die Galerie alter Meister, der Porzellanraum, die Waffensammlung sowie der Mathematisch-Physikalische Saal kosten jeweils 12–15 EUR. Ein Kombiticket für alle vier Bereiche kostet 45 EUR (Stand 2025). Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr; montags ist der Eintritt geschlossen.

Am interessantesten ist es, zunächst die Waffensammlung zu besuchen – dort hängen Rüstungen der Kurfürsten, die Sachsen regierten. Danach geht man in den Porzellanraum, wo 20.000 Porzellanelemente aus Meißen und China ausgestellt sind. Die Ausstellung ist so dicht gestaltet, dass es den Eindruck macht, als gäbe es in jeder Ecke des Raumes ein Miniaturmuseum.

Eine Reihe von Fakten über Zwinger, die Sie überraschen werden:

  • Zwinger wurde bei den Bombardierungen im Jahr 1945 zu 80 Prozent zerstört und erst bis 1963 vollständig wieder aufgebaut – es handelt sich dabei um eines der ambitioniertesten Projekte der Nachkriegsrekonstruktion in Europa.
  • Der Name „Zwinger“ stammt vom deutschen Wort „Zwinger“; so wurden die Bereiche zwischen den Außen- und Innenmauern von Burgen bezeichnet. Pöppelmann verwandelte diesen militärischen Raum in einen prächtigen Platz.
  • In der „Nymphenfontäne“ befinden sich 100 skulpturale Figuren; jede von ihnen ist im Stil des Hochbarocks gestaltet und enthält Elemente der italienischen Manierismustradition.
  • Hier ist auch eines von Rembrandts berühmtesten Gemälden zu finden: „Das sächsische Porträt“. Es handelt sich um die zweitgrößte Sammlung niederländischer Meister nach Amsterdam im 18. Jahrhundert.
  • Der mathematisch-physische Salon ist nicht nur ein Museum, sondern auch ein funktionierendes wissenschaftliches Labor des Kurfürsten August II. Hier befinden sich Teleskope, Astrolabien und mechanische Globen, die bis heute in Betrieb sind.

Tipp: Erwerben Sie für 5 EUR ein Ticket mit Audioguide. Die Kommentare sind auf Deutsch – mit englischer Übersetzung in der App Ihres Telefons – und erklären, warum jede Sehenswürdigkeit genau an diesem Ort zu finden ist.

Frauenkirche: Die wiederaufgebaute Stadt in Stein

Innenraum der Kuppel der Frauenkirche mit Malereien und architektonischen Details
Blick von der Galerie der Kuppel der Frauenkirche auf die Stadt und den Elbefluss

Frauenkirche, – ist nicht nur eine Kirche, sondern ein Symbol. Im Jahr 1945 stürzte ihre Kuppel infolge der Bombardierungen ein; die Ruinen standen bis 2005 als schwarzes Zeichen der historischen Erinnerung im Zentrum von Altstadt. Danach wurde sie wiederaufgebaut und ist heute eines der beeindruckendsten Gebäude Europas.

Der Zutritt zur Kirche ist frei. Wenn Sie jedoch in die Kuppelgalerie hinaufsteigen möchten – 95 Meter über dem Boden – kostet das 10 EUR. Alternativ können Sie auch eine Audioguide für 5 EUR erwerben und sich so während des Rundgangs durch die Inneneinrichtung über die Geschichte jeder einzelnen Malerei informieren. Öffnungszeiten der Kuppelgalerie: von 10:00 bis 18:00 Uhr, vom 1. Mai bis zum 31. Oktober auch bis 20:00 Uhr.

Steigen Sie morgens in die Kuppelgalerie auf, wenn die Sonne noch tief am Horizont steht und die Stadt von Osten her erhellt. Von dort aus haben Sie einen Blick auf die Dächer Dresdens, den Elbefluss sowie die Hügel der Sächsischen Schweiz in der Ferne. Dann werden Sie verstehen, warum diese Stadt sich nicht aus Pflicht heraus neu aufgebaut hat – sondern weil Schönheit etwas Tieferes ist als bloße Ästhetik.

In der Frauenkirche befindet sich ein riesiger Altar aus dem 17. Jahrhundert, der bis ins Detail restauriert wurde. Skulpturen, Malereien und das Orgelwerk – alles ist echt oder nach historischen Dokumenten rekonstruiert. Die Atmosphäre dort ist wirklich bezaubernd. Besuchen Sie die Kirche auch zu einem Orgelkonzert – die Termine sind am Eingang angegeben. Die Eintrittskarte kostet 15–25 EUR, aber es handelt sich dabei um eines der besten Orgelkonzerte in Deutschland.

Dresdener Galerie der Alten Meister: Ein Ort, an dem die Zeit stehen bleibt

Säle der Dresdener Galerie der Alten Meister mit Gemälden holländischer Künstler
Die Ausstellung der Dresdener Galerie der Alten Meister zählt zu den größten Sammlungen europäischer Malerei.

Falls die Zwinger-Kirche ein Theater ist, dann ist die Galerie der Alten Meister – , die sich im Flügel des Zwinger-Palastes befindet – ein wahrer Tempel der Kunst. Hier sind 750 Gemälde zu sehen: von Rembrandt über Rubens bis hin zu Vermeer, Cranach und Caravaggio.

Eintrittspreis: 15 EUR für Erwachsene (Stand 2025). Es gibt auch Kombitickets für alle Einrichtungen (siehe oben). Öffnungszeiten: di–so 10:00–18:00 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen.

Ein wichtiges Rat: Versuchen Sie nicht, alle Säle an einem Tag zu besichtigen. Wählen Sie im Voraus 5–6 Gemälde aus, suchen Sie diese auf der Karte und konzentrieren Sie sich darauf. Andernfalls werden Sie nach einer Stunde nur noch mit leeren Gedanken dastehen.

Achten Sie unbedingt darauf, folgende Dinge zu besichtigen:

„Ländlicher Tanz“ von Peter Bruegel dem Älteren – ein so lebendiges Gemälde, dass man am liebsten direkt auf die Leinwand springen möchte.

„Schlafende Venus“ von Giorgione – die Weichheit dieser Leinwand, die Harmonie zwischen ihrem Körper und dem Hintergrundpanorama – das ist eine lebendige Lektion in Komposition.

Jedes Gemälde Rembrandts aus seiner Dresdner Sammlung – es gibt insgesamt zehn davon – zeigt, wie meisterhaft der Künstler mit Licht arbeitete.

Um sich noch besser in die Kunstwerke hineinzufinden, kaufen Sie eine Audioführung (5 EUR, verfügbar auf Russisch über die App). Oder nehmen Sie an einer englischsprachigen Führung teil (üblicherweise um 11:00 und 15:00 Uhr, 15 EUR plus Eintritt).

Wo man in der Nähe essen und spazieren gehen kann

Elbenufer (Brühlers Terrasse) in Dresden mit Blick auf die Augustusbrücke
Brühlers Terrasse – die schönste Uferpromenade in Dresden mit Blick auf die gegenüberliegende Seite der Elbe

Nach dem Besuch der Galerie werden Sie sicher hungrig sein. Vermeiden Sie die Touristenfallen auf dem Altstadtplatz und gehen Sie stattdessen zur Brühlers Terrasse (). Hier finden Sie Cafés und Restaurants mit sächsischer Küche: Sauerbraten (mariniertes Rindfleisch in Soße), Eierschecken (Kuchen mit Quark und Rosinen) sowie Kartoffelpuffer.

Wir empfehlen das Altstadt Cafe (Terrassenufer 3, Durchschnittspreis für Hauptgerichte: 18–22 EUR) – ruhige Atmosphäre, lokale Gäste, authentische Küche. Oder das Kaspar’s Gaststaette (Frauenstrasse 12), wo Sie Steak und sächsischen Biersuppe für 16–20 EUR genießen können.

Probieren Sie unbedingt den Dresdner Stollen – einen Weihnachtskuchen mit Trockenfrüchten, der das ganze Jahr über erhältlich ist. In der Bäckerei „Kleine Backhaus“ an der Pragerstraße 8 kaufen Sie frischen Stollen für 12–15 EUR pro Portion.

Nach dem Essen spazierten wir durch den Altstadtbezirk. Die Hauptstraße – Königstrasse – führt zum Residenzschloss, , einem der größten Schlösser Europas. Der Zutritt zum Schlossgelände ist frei; der Eintrittspreis beträgt 15 EUR – mit diesem Ticket können Sie mehrere Museen im Schloss besuchen, falls es Sie interessiert. Die Architektur ist typisch für die Renaissancezeit; die Fassaden wurden mit deutscher Sorgfalt restauriert.

Praktische Informationen für Reisende

Fassade des Residenzschlosses mit restaurierter Renaissance-Architektur
Eines der größten Schlösser Europas – das Residenzschloss im Zentrum des Altstadtbezirks

Wie gelangt man nach Dresden? Flüge aus Moskau und Sankt Petersburg führen in der Regel mit Umsteigen in München oder Frankfurt statt; die Reisedauer beträgt 5–7 Stunden. Die Hin- und Rückfahrkarte kostet in der Nebensaison 200–350 EUR, in der Hochsaison (Mai–September) 400–600 EUR. Züge aus Berlin fahren stündlich; die Reisedauer beträgt 2 Stunden, die Fahrkarte kostet 30–50 EUR.

Wie bewegt man sich in der Stadt fort? Der lokale öffentliche Verkehr – Straßenbahnen, Busse, U-Bahn und S-Bahn – ist in das DVB-System integriert. Ein Tagesticket für Touristen kostet 14 EUR und gilt in den Zonen A und B, somit für den gesamten Stadtzentrum. Die Straßenbahnlinien sind: Nr. 1 (Altstadt – Prager Strasse), Nr. 2 (Zentrum zur Elbpromenade) und Nr. 10 (Altstadt – Neustadt). Die Liniennummern sind an den Haltestellen angegeben; die Fahrpläne sind sehr zuverlässig.

To Fuß: Den zentralen Teil Dresdens kann man problemlos an einem Tag erkunden. Vom Zwinger zur Frauenkirche sind es etwa 10 Gehminuten.

Wo übernachten? Für einen günstigen Aufenthalt eignen sich Hostels im Altstadt- oder Neustadtbezirk (20–30 EUR pro Bett, 50–70 EUR für Doppelzimmer). Für einen mittleren Preissegment gibt es 3- bis 4-Sterne-Hotels (80–150 EUR pro Zimmer). Für einen luxuriösen Aufenthalt eignet sich beispielsweise das Hotel de Saxe (4 Sterne, 180–250 EUR). Der Neustadtbezirk am linken Ufer der Elbe ist jünger und bietet mehr Bars und Galerien als der Altstadtbezirk.

**Strenge Regeln – befolgen Sie alle ohne Ausnahme:** 1. Die Übersetzung muss in Deutsch erfolgen. Unter keinen Umständen darf die Ausgangssprache verwendet werden. 2. Übersetzen Sie ausschließlich den sichtbaren, für Menschen lesbaren Text zwischen HTML-Tags. 3. Bewahren Sie alle HTML-Tags, Attribute sowie src/href-Wege genau so bei, wie sie sind. 4. Fügen Sie keine neuen Tags oder Attribute hinzu, entfernen Sie keine und modifizieren Sie auch keine. 5. Konvertieren Sie weder Sonderzeichen noch andere spezielle Zeichensembles. **Inhalt:**

**Günstigste Jahreszeiten zum Besuch von Dresden:** Im Frühjahr (April–Mai) blühen die Magnolien in den Schlossanlagen und die Temperaturen liegen bei 15–18 °C. Im Herbst (September–Oktober) gibt es weniger Touristen und die Tageslänge ist noch lang. Im Winter wird es bereits um 17:00 Uhr dunkel; wenn Sie jedoch zu Weihnachten (November–Dezember) kommen, können Sie die fantastischen Weihnachtsmärkte erleben. Im Sommer (Juni–August) ist es heiß (25–28 °C) und sehr belebt.

**Tagesausgaben:** Ein Frühstück kostet ca. 10 EUR, der Eintritt in ein Hauptmuseum etwa 15 EUR, das Mittagessen 18 EUR, das Abendessen 20 EUR. Kaffee und Kuchen kosten 8 EUR, und der Transport mit einem Tagesticket etwa 14 EUR. Insgesamt ergibt sich für eine Person pro Tag ca. 85 EUR – ohne Unterkunft. Wenn Sie gleich drei Museen im Zwinger besuchen, kostet der Kombi-Ticket 45 EUR, was insgesamt 120 EUR ergibt.

**Touristensaison:** Der Höhepunkt der Touristensaison liegt im Mai bis September. In diesen Monaten ist das Altstadtgebiet häufig von Gruppenreisen besucht. Die besten Zeiten sind April oder Oktober – dann ist es warm und weniger überfüllt. Weihnachten (letzte Woche November bis Ende Dezember) ist eine besondere Saison mit Märkten und festlicher Atmosphäre.

**Sprache:** Deutsch. In der Innenstadt von Dresden wird auch Englisch gesprochen (Hotels, Cafés und Museen sind englischsprachig). Russisch hört man selten, aber mobile Übersetzungsdienste wie Google Translate oder Yandex.Translator funktionieren gut.

**Versicherung und Sicherheit:** Dresden ist für Touristen sicher. Für Russen wird die deutsche Krankenversicherung empfohlen (für EU-Bürger gilt der EHIC, für andere ist eine kommerzielle Versicherung erforderlich). Eine Reiseversicherung kostet ca. 20–40 EUR für zwei Wochen.

**Weitere Sehenswürdigkeiten:** Falls Zeit bleibt, fahren Sie einen Tag in die „Sächsische Schweiz“ – eine Region mit Sandsteinfelsen, die nur eine Stunde von Dresden entfernt ist. Der Zug von Dresden Hauptbahnhof nach Bad Schandau kostet 12–16 EUR für eine Fahrtrichtung und die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Von dort aus können Sie zu Fuß zur Festung Königstein oder in den Bastai-Wald gehen.

**Dauer des Aufenthalts:** Für einen grundlegenden Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Zwinger, Galerie, Frauenkirche, Uferpromenade, Residenzschloss) reichen mindestens 2–3 Tage aus. Wenn Sie in Ruhe die Neustadt erkunden, Konzerte besuchen und Ausflüge unternehmen möchten, eignet sich eine Woche ideal.

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