Geschichte der Entstehung des Musicals „Junona und Avos“ – Reale Ereignisse | otdih.pro

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Geschichte der Entstehung des Musicals „\«Junona und Avos\«“ – Reale EreignisseDie Handlung basiert auf realen Ereignissen des Jahres 1806 und den Beziehungen zwischen zwei Menschen – dem russischen Grafen Nikolai Petrowitsch Resanow und Conchita Argüello (Conchita). Zu dieser Zeit war er 45 Jahre alt und sie 15. Er war orthodox, sie katholisch. Am 11. Juni 1806 verlobten sie sich. Um die Ehe offiziell zu registrieren – was damals eine kirchliche Zeremonie war – mussten sie eine Genehmigung einholen, wofür Resanow aufbrach. Conchita versprach, auf ihn zu warten. Doch auf dem Weg starb der Graf Resanow am 1. März 1807. Conchita hielt ihr Versprechen und wartete auf ihn ihr ganzes Leben lang…

Die Geschichte des Stücks begann im Jahr 1978, als der Komponist Alexei Rybnikov dem Regisseur Mark Sacharow seine musikalischen Entwürfe vorstellte, die Elemente orthodoxer Gesänge enthielten[1]. Dem Regisseur gefielen diese Melodien, und so entschied er, auf ihrer Grundlage ein Stück mit einem altrussischen Thema zu schaffen.

Für die Dramaturgie wandte sich Mark Sacharow an den Dichter Andrei Wosnesenski. Allerdings gefiel die Idee dem Dichter überhaupt nicht. Er lehnte eine gemeinsame Arbeit ab, schlug aber vor, seine eigene Gedichte „Avos“ über die Liebe zwischen dem russischen Graf Resanow und der Amerikanerin Conchita als Grundlage zu verwenden. Am nächsten Tag entschied Mark Sacharow, dass ihm die Gedichte gefielen und dass er seine Regieideen in diese Richtung entwickeln würde.

Aber eine einzige Gedichte „Avos“ reichte nicht aus für das Stück, daher begann Andrei Wosnesenski weitere Arbeit an dem Libretto. Diese Entstehung erfolgte nicht in ruhiger Arbeitsumgebung, sondern direkt im Theater, gleichzeitig mit der Inszenierung und unter Berücksichtigung bestimmter Schauspieler. Von Anfang an plante Mark Sacharow, dass das neue Stück eine Rockoper in Kombination mit religiöser Musik sein sollte – und das in einem antiklerikalischen Sowjetunion, wo der Kampf gegen Religion auf staatlicher Ebene geführt wurde und das Wort „Rock“ selbst fast verboten war. Aus diesem Grund wurde der Genre des Stücks aus gesetzlichen Gründen in „moderne Oper“ geändert.

Die Handlung geht davon aus, dass Graf Resanow mit zwei Schiffen, „Junona“ und „Avos“, eine Reise nach Amerika organisiert, auf dem Weg zu der russischen Siedlung in Alaska unter schwierigen Bedingungen.p>Die Premiere fand am 9. Juli 1981 im Moskauer Theater des Leninschen Komsomols statt. Künstlerischer Leitung: Oleg Schaynzis, Choreografie: Wladimir Wassiljew. In den Hauptrollen: Nikolai Karatschenzow und Jelena Schanina.

Die Bedeutung dieser Inszenierung für die sowjetische Kultur war enorm. Schließlich fand in der Mitte von Moskau eine Rockoper statt, deren Ideologie nicht im Einklang mit der Linie der Kommunistischen Partei stand. Bei der Überprüfung des Stücks durch die Zensurkommission fürchteten sowohl die Autoren als auch die Schauspieler, dass ihr Werk nicht genehmigt werden würde. Doch diese Befürchtungen waren unbegründet: Das Stück wurde zugelassen[1]. Es stellte sich heraus, dass eine Rockoper und orthodoxe Gesänge keineswegs die ideologischen staatlichen Grundlagen untergruben. Tatsächlich war dies zu einer Zeit, als die sowjetische Macht bereits ihre letzten Jahre verlebte und einige Jahre später zusammenbrach, was offiziell mit Gorbatschows Perestroika im Jahr 1985 dokumentiert wurde, obwohl das Land offiziell noch für einige Zeit existierte. Das Musical „Junona und Avos“ blieb lange Zeit im Repertoire des Moskauer Theater des Leninschen Komsomols und wurde von mehreren Generationen von Schauspielern aufgeführt.

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