Neuschwanstein: Das Schloss Ludwigs II. in Bayern - otdih.pro

Neuschwanstein: Das Schloss von Ludwig II., das die ganze Welt zu Märchen inspiriert hat

Schloss Neuschwanstein in den bayerischen Alpen ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern auch eine Quelle der Inspiration für alle „Traumschlösser“ in der Weltkultur. Dieses romantische Schloss wurde von König Ludwig II. in den Jahren 1869 bis 1892 erbaut und zieht jedes Jahr 1,5 Millionen Touristen an. Wir erzählen Ihnen, wie Sie dorthin gelangen, wie viel es kostet und warum es innerhalb des Schlosses nicht erlaubt ist, Fotos zu machen.

Das Schloss Neuschwanstein erhebt sich auf einem felsigen Hügel über dem Dorf Höhenschwangau in den bayerischen Alpen auf einer Höhe von 970 Metern. Es ist das am meisten fotografierte Schloss der Welt – seit seiner Eröffnung im Jahr 1892 ziert sein Bild Logos von Filmgesellschaften (einschließlich des Disney-Bildschirmvorspanns), Touristenplakate und Briefmarken von mehr als 50 Ländern. Ludwig II. investierte dort 6,2 Millionen Goldmark (was in heutiger Währung etwa 400 Millionen Euro entspricht) und erlebte die feierliche Eröffnung jedoch nicht mehr; der König starb 1886, sechs Jahre vor Fertigstellung des Bauwerks.

Das Schloss selbst ist das Ergebnis der verrückten Fantasie eines jungen Monarchen. Im Alter von 19 Jahren sah Ludwig eine Oper von Richard Wagner und wollte sein Leben lang in einer Umgebung leben, die dieser Oper entsprach. Neuschwanstein ist keine Verteidigungsfestung, sondern eine aus Stein gefertigte Theaterdekoration: romantische Türme, gotische Fenster und Wände, die mit Szenen aus Legenden von Rittern und Zauberern verziert sind.

Eine Reihe von Fakten, die Sie überraschen werden:

  • Der Bau des Schlosses dauerte 17 Jahre (1869–1886), und Ludwig verbrachte darin insgesamt nur 11 Nächte – den Rest der Zeit widmete er der Politik oder seinen Lieblingsopern in München.
  • Es ist das erste Schloss in Europa, das über eine zentrale Heizanlage und fließendes Wasser verfügte – Technologien des 21. Jahrhunderts im 19. Jahrhundert.
  • Das Schloss inspirierte die Architektur des Disney-Schlosses Dornröschen in Kalifornien, USA, sowie all seiner weltweiten Versionen – dies wird offiziell durch Dokumente der Disney Archives bestätigt.
  • Die Wände des Schlosses verbergen mehr als 200 Räume, aber den Touristen werden nur 15 davon gezeigt; die restlichen bleiben privat oder für Besucher unzugänglich.
  • Nach Ludwig II.’s Tod wurde das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und die ersten Besucher waren schockiert: Der Monarch hatte Tausende von Kerzen und brennenden Laternen in den Räumen zurückgelassen – alles sah so aus, als wäre der Besitzer gerade erst gegangen.

Tickets, Öffnungszeiten und Anreise

Porträt König Ludwigs II. in einem romantischen Kostüm, 19. Jahrhundert, Bayern
König Ludwig II. (1845–1886) – ein Romantiker und Träumer, der einen riesigen Geldbetrag in seinen Traumpalast investierte. Er verbrachte dort nur 11 Nächte.

Der Schloss befindet sich 120 Kilometer von München entfernt, im Dorf Hohenschwangau in der Nähe der Stadt Füssen.

Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr (April–Oktober), von 10:00 bis 16:00 Uhr (November–März). An Montagen ist der Schloss geschlossen.

Ticketpreise (2025–2026):

  • Einzelticket für Erwachsene – 14 EUR
  • Studenten/Kinder (7–14 Jahre) – 10 EUR
  • Familienticket (2 Erwachsene + 2 Kinder) – 35 EUR
  • Audioguide auf Russisch (zusätzlich) – 4 EUR

Zugang zum Schloss: Es ist nicht möglich, den Schloss ohne Führung zu betreten. Die Touren finden jeweils in Gruppen von 30–40 Personen statt. Die Besichtigung dauert mindestens 2 Stunden, einschließlich Anfahrt und Besichtigung. Reservierungen müssen unbedingt 2–3 Tage im Voraus online erfolgen – in der Hochsaison (Mai–September) sind die Tickets meist ausverkauft.

Anreise von München:

  • Zug: Mit der DB von München Hauptbahnhof nach Füssen – 2 Stunden, anschließend Bus Nr. 78 oder Nr. 79 nach Hohenschwangau – 20 Minuten. Kosten: ca. 25–30 EUR Hin- und Rückfahrt.
  • Organisierte Touren ab München: Busreisen mit Führer – 59–85 EUR pro Person (inklusive Transport und Ticket). Empfehlenswert sind Anbieter wie Viator oder die örtlichen Reiseagenturen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).
  • Mietwagen: Auto mieten in München und selbst fahren – 1,5 Stunden. Parkplätze am Schloss kosten 8 EUR pro Tag.

Der beste Weg, um zum Schloss zu gelangen, ist zu Fuß (etwa 1,5 Stunden bergauf entlang der Waldwege) oder mit einer Kutsche (20 EUR hin, 15 EUR zurück). Es gibt auch eine Alternative: Der Aufzug auf dem gegenüberliegenden Hügel bietet den perfekten Ausgangspunkt für Fotos – genau die klassische Szene, die Sie schon unzählige Male gesehen haben.

Marienbrücke: Der ideale Fotopunkt aus 100 Metern Entfernung

Klassischer Blick auf das Schloss Neuschwanstein von der Marienbrücke über die Schlucht Pöllat
Die Marienbrücke – der ideale Fotopunkt. Von hier aus sieht das Schloss genauso aus wie auf allen Postkarten der Welt.

Falls Sie in Eile sind oder das Schloss nur fotografieren möchten, anstatt seine Räume zu besichtigen, gehen Sie zur Marienbrücke.

Es handelt sich um eine kleine hölzerne Hängebrücke über die Schlucht Pöllat – von hier aus sieht das Schloss genauso aus wie auf allen Postkarten. Der Zugang ist kostenlos und rund um die Uhr möglich. Vom Busbahnhof in Hohenschwangau sind es zu Fuß 40 Minuten bergauf, aber der Anblick lohnt sich auf jeden Fall. Genau von hier wurden Szenen aus dem Film „Was Mädchen träumen“ (2006) gedreht – die Bilder des Schlosses sind hier sofort wiederzuerkennen.

In der Frühlingssaison (Mai) schweben Adler über der Brücke und beobachten das Schloss von einer Seite aus, genau wie die Touristen von der anderen. Abends (von 19:30 bis 21:00 in der Sommerzeit) wird das Schloss mit Beleuchtung erhellt und sieht aus wie aus einem Märchen.

Was sonst kann man an einem Tag in der Gegend besichtigen?

Falls Sie aus München kommen, reicht ein einzelnes Schloss nicht aus – in der Umgebung gibt es etwa 20 Sehenswürdigkeiten.

Schloss Hohenschwangau – ein romantisches gelbes Schloss im Tal, in dem Ludwig II. seine Kindheit verbrachte. Es dient als Residenz der Königsfamilie; nicht alle Räumlichkeiten sind für Touristen zugänglich, aber die Führung ist interessant (12 EUR, Öffnungszeiten: Mo–So 9:00–15:30). Das Schloss befindet sich 5 Kilometer von Neuschwanstein entfernt.

**Strenge Regeln – befolgen Sie sie alle ohne Ausnahme:** 1. Die Übersetzung muss in Deutsch erfolgen. Unter keinen Umständen darf die Ausgangssprache verwendet werden. 2. Übersetzen Sie ausschließlich den tatsächlich sichtbaren, für Menschen lesbaren Text zwischen HTML-Tags. 3. Bewahren Sie alle HTML-Tags, Attribute sowie src/href-Wege genau so bei, wie sie sind. 4. Fügen Sie keine neuen Tags oder Attribute hinzu, entfernen Sie keine bestehenden und modifizieren Sie diese auch nicht. 5. Konvertieren Sie keine Sonderzeichen oder Einheiten. **

Die Panoramalandschaft der Allgäu-Schlucht – eine wunderschöne Straße für Auto oder Fahrrad durch die Wiesen der Bayerischen Alpen zumForggensee. Besuchen Sie das Dorf Schwan – dort finden Sie traditionelle Bierkeller, in denen Sie lokales Bier und bayerische Würstchen genießen können.

Der Forggensee – der zweitgrößte See Bayerns, umgeben von alpinen Gipfeln. Ideal für Wanderungen (ca. 2–3 Stunden Umfang) oder Radtouren. Der Eintritt ist kostenlos; es gibt Strände, Cafés und einen Kajakverleih (10–15 EUR/Stunde).

Die Städte Füssen und Kempten – benachbarte Städte mit historischen Zentren, Barockkirchen und Souvenirläden. In Füssen befindet sich das legendäre Schloss Hohen Schloss aus dem späten 15. Jahrhundert (Eintritt: 5 EUR).

Wo man essen kann: bayerische Küche in den Bergen

Die übliche Touristenempfehlung lautet: Snacks in den Cafés in der Nähe des Schlosses. Doch wir empfehlen etwas anderes.

Eifele – ein Restaurant im Dorf Schwangau, direkt unterhalb des Schlosses. Hier wird klassische bayerische Küche zubereitet: Schweinebraten (16 EUR), Krapfen (2 EUR), Kartoffelsalat (4 EUR). Das Bier wird in Halblitern serviert – 3,5 EUR pro halber Liter. Öffnungszeiten: Di–So 11:00–22:00, Montag geschlossen.

Alpirozi – eine kleine Berghütte zwischen Neuschwanstein und dem Alpsee. Hier gibt es Rohkäseplatten (14 EUR), Popcorn aus Ziegenkäse sowie heißen Punsch im Winter. Sehr authentisch – ohne touristischen Glanz. Öffnungszeiten: nur Mo–Do 11:00–17:00, Montag geschlossen.

Grenzstube – ein historisches Café in Hohen Schwangau mit Blick auf die Schlucht. Hauseiges Bier, bayerische Knödel (9 EUR), Schnitzel (12 EUR). Öffnungszeiten: Mo–So 11:00–20:00.

Auf dem Rückweg nach München: In der kleinen Stadt Landsberg am Lech (40 km von Neuschwanstein entfernt) gibt es ein schönes Zentrum mit zahlreichen Konditoreien. Probieren Sie den Kuchen „Landsberger Mauer“ – einen lokalen Schokoladenkuchen mit Nussfüllung (Schicht Nuss, Schicht Schokolade, Schicht Keks). 5 EUR pro Stück.

Tagesplan: Wie Sie 10–12 Stunden optimal nutzen

7:00 Uhr** – Abfahrt von München mit dem Zug oder Bus. Wir empfehlen den Zug S31 vom Hauptbahnhof München mit früher Abfahrtzeit, um bis 9:30 Uhr in Füssen anzukommen.

9:45 Uhr** – Ankunft in Hohenwangau. Der Bus Nr. 78 fährt vom Füssener Bahnhof alle 20–30 Minuten ab (Fahrtzeit: 20 Minuten, Preis: 3 EUR).

10:00–11:30 Uhr** – Aufstieg zum Schloss zu Fuß (durch den Wald) oder mit einer Kutsche (schneller und romantischer). Dabei können Sie auch den Aussichtspunkt Pöllenspitze (1100 m Höhe) besuchen – die Aussicht ist atemberaubend, allerdings dauert der Aufstieg weitere 1,5 Stunden.

11:45–13:30 Uhr** – Schlossbesichtigung (reservieren Sie Ihre Tickets online im Voraus). Bitte bitten Sie um einen russischsprachigen Führer oder nutzen Sie eine russische Audioguide – sonst verpassen Sie die meisten romantischen Details.

13:45–14:30 Uhr** – Mittagessen in Eifele oder im Buffet neben dem Schloss. Zögern Sie nicht mit der Auswahl – die Küche ist zwar eher für Touristen geeignet, aber das Essen kann durchaus überraschen.

15:00–16:15 Uhr** – Abstieg zur Marienbrücke und Fotosession. Bei gutem Wetter können Sie 20–30 Minuten länger bleiben, um die besten Lichtverhältnisse zu nutzen.

16:30–17:30 Uhr** – Rückkehr nach Hohenwangau. Besichtigen Sie außen das gelbe Schloss Hohenwangau – für eine Einkehr drängt die Zeit nicht, aber das Äußere ist sehr schön.

17:45 Uhr** – Busfahrt zurück nach Füssen, anschließend Zug nach München (Abfahrtszeiten: 18:30 oder 19:30, Ankunft: 21:00–21:30).

Unkonventioneller zweitägiger Rundweg: Falls Sie Zeit haben, übernachten Sie gerne eine Nacht in Füssen (Hotel Steigenberger – 85–110 EUR pro Zimmer) oder in Hohenwangau (Gasthof zum Schwan – 60–80 EUR). Den zweiten Tag können Sie dem Forgenze-See und einem Radausflug durch das Tal widmen.

Wann fahren? Saisons und Wetter

Mai–Juni – die ideale Zeit. Die Burg ist schneeweiß vor dem grünen Bergpanorama, alpine Blumen blühen und das Wetter ist mild (15–22°C). Es gibt viele Touristen, aber noch nicht die Höchstzahl wie im Juli–August. Tickets sollten Sie mindestens eine Woche im Voraus buchen.

Juli–August – Hochsaison. Sonnig und warm (20–25°C), aber sehr viele Touristen. Tickets werden in der Regel 10–14 Tage im Voraus verkauft. Wenn Sie in diesen Monaten fahren möchten, kaufen Sie Ihre Tickets sobald sie im Buchungssystem verfügbar sind (in der Regel 60 Tage im Voraus).

September–Anfang Oktober – die zweitbeste Zeit. Weniger Touristen als im Sommer, das Wetter ist noch warm (14–19°C) und die ersten Blätter beginnen zu fallen. Die Luftaufnahmen der Burg in dieser Periode wirken besonders romantisch.

November–März – Die Burg ist im Schnee, der Anblick ist fantastisch – allerdings gibt es nur wenige Touristen und die Burg kann an stark schneereichen Tagen geschlossen sein. Kalt (-3…+5°C) und das Bergsteigen ist schwieriger. Allerdings sind immer Tickets verfügbar.

Achten Sie darauf: Der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) – die Burg ist den ganzen Tag über geschlossen. Auch die Osterfeiertage (2–3 Wochen im März–April) sowie Weihnachten (21. Dezember – 2. Januar) bringen extrem viele Touristen mit sich.

Praktische Hinweise und Tipps

Fotografieren: Im Inneren der Burg ist Fotografieren nicht erlaubt (Kameras werden bei der Einreise überprüft). Draußen jedoch gerne – die besten Aufnahmen erhalten Sie vom Marienbrücke (kostenlos) oder vom Gipfel des Pflönen Spitze (erfordert etwas Aufwand beim Aufstieg).

Bekleidung: Selbst im Sommer sollten Sie eine warme Schicht mitnehmen – in den Bergen weht oft Wind. Bequeme Schuhe sind unerlässlich (Aufstieg über Kopfsteinpflaster und durch den Wald). Ein Regenmantel ist in jeder Jahreszeit nützlich.

Sprache: Die Führer sprechen Deutsch und Englisch. Es gibt auch eine russische Hörführung (zusätzliche Kosten: 4 EUR), aber wir empfehlen, vor dem Besuch die App „Neuschwanstein Castle“ auf Ihrem Smartphone herunterzuladen – sie ist kostenlos und kann auch offline verwendet werden; sie enthält ausführliche Beschreibungen auf Russisch.

Zugänglichkeit: Der Schloss ist nicht für Rollstühle geeignet (viele Treppen, enge Gänge). Personen mit Mobilitätsbeschränkungen können den Schloss jedoch von außen sowie vom Brückenturm aus besichtigen.

Für Kinder: Der Schloss eignet sich für Kinder ab 6 Jahren. Jüngere Kinder werden jedoch schnell müde von den vielen Treppen und Räumen. Es gibt auch eine kindgerechte Hörführung (3 EUR), in der märchenhafte Charaktere auf spielerische Weise über den Schloss erzählen.

Geld: Überall kann man mit Karte zahlen, in einigen kleinen Cafés jedoch nur in bar (Euro). Geld kann an jedem Geldautomaten in Füssen abgehoben werden.

Neuschwanstein ist nicht nur ein beliebtes Touristenziel – es ist ein Schloss, das eine eigene Lebendigkeit in der Kultur besitzt und Generationen von Architekten, Regisseuren und Träumern inspiriert hat. Auch wenn Sie keine besondere Zuneigung zu Märchen haben, wird die Atmosphäre dieses Ortes sowie die Geschichte des jungen Mannes, der König werden wollte, aber keineswegs regieren wollte, Ihnen lange in Erinnerung bleiben.

Das gelbe Schloss Hohenwangau in einem grünen Tal – die Kindheit von Ludwig II.
Das gelbe Schloss Hohenwangau, in dem König Ludwig II. aufwuchs, liegt 5 km von Neuschwanstein entfernt.
Der Forggensee ist von alpinen Gipfeln und grünen Wiesen Bayerns umgeben.
Der Forggensee eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug. Rund um den See gibt es Radwege und Wanderwege.
Bayerische Küche: Gebratener Schweinefleisch, Schnitzel und Schankbier an einem Holztisch in einer Berghütte
Bayerische Klassik: Schwäinbraten und regionales Bier in der Alpenhütte Eifele. Große Portionen, günstige Preise

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