--- «Der Kurier» von Andrei Stempkovskiy in Rotterdam ---
Der neue Film „Der Kurier“ des russischen Regisseurs Andrei Stempkowski ist in das Programm „Bright Future“ des Internationalen Filmfestivals Rotterdam (IFFR) aufgenommen worden. Das Festival findet vom 23. Januar bis zum 3. Februar statt. „Bright Future“ soll neue Talente im Filmbereum entdecken und präsentiert Regisseuredebütanten mit ihrem ersten oder zweiten Film.
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Die Kriminaldramaserie „Der Lieferant“ ist der zweite Film des Regisseurs. Andrei Stempkovskis erster Spielfilm, „Rückwärtsfahrt“ (2010), nahm an mehreren Dutzend internationaler und russischer Filmfestivals teil: „Kinotavr“, 23. Internationales Filmfestival in Angers, Frankreich (Großer Preis), Filmfestival in Eschtoril, Portugal – Bester Drehbuch, Beste Kameraführung; „Arsenals“-Festival in Riga – Preis für die Regie, CINEMA REX-Festival – Großer Preis. Der Film erhielt außerdem den nationalen Filmbewertungspreis und die Presseauszeichnung „Weisser Elefant“ (2010) für die beste weibliche Rolle sowie den Preis „Silberner Zenit“ für den besten Debüt bei den 34. Montreal Filmfestivals.
**Filmbeschreibung:** Alexej lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Moskau. Seine Tage verbringt er damit, sich mit wenigen Freunden zu treffen und zu arbeiten. Jeden Tag fährt er mit seinem alten Motorrad nach Moskau, wo er als Pizzilieferant arbeitet. Alexejs schwer kranker Vater wurde von den Ärzten mit einem tödlichen Diagnosestatus konfrontiert. Die einzige Hoffnung ist eine dringende, teure Operation in Deutschland. Als Alexej versucht, Hilfe bei Wohltätigkeitsorganisationen zu suchen, erhält er nur Angebote, Geld auf ein Offenen Konto zu sammeln – doch die benötigte Summe könnte erst in mehreren Jahren zusammenkommen. Plötzlich bietet jedoch Zufall ihm die Chance, das nötige Geld für die Rettung seines Vaters zu verdienen. Doch ist er bereit, dafür ein Verbrechen zu begehen? Der Preis, den er zahlen muss, könnte sehr hoch sein – übersteigt er nicht sogar das ganze Sein des Protagonisten?
**Kommentar des Regisseurs:**
„Mein neuer Film handelt von einer Gesellschaft, die in einem Zustand der Entmenschlichung und völliger Entfremdung lebt. In einer Situation, in der ein einzelner Mensch sich seiner eigenen Not allein gegenübersehen muss und gezwungen ist, jegliche Mittel einzusetzen, um sie zu überwinden – darin liegt die Aktualität dieses Films. Meine Charaktere sind Bewohner eines armen Vorortes; es handelt sich um kleine Menschen, die inmitten eines Flusses an falschen Informationen und minderwertiger Unterhaltung leben, von dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind und emotional mit ihren Entscheidungen ringen, jedoch nicht in der Lage sind, diese reflektiert zu verarbeiten. Ihr Leben ist eher eine Abfolge zufälliger Ereignisse als eine durchdachte Strategie…“
„Beim Drehen dieses Films haben wir bewusst auf Aufdringlichkeit verzichtet und stattdessen versucht, die Ereignisse nüchtern und realistisch darzustellen. Die Momente echter Filmkunst finden sich oft in den alltäglichsten, nur für einen aufmerksamen Betrachter sichtbaren Details. Sie sind nicht auffällig, sie wurden nicht speziell für das Kino konstruiert – und deshalb lügen sie nicht. Es war ein schwieriger Weg, aber wir haben versucht, ihn zu gehen. Der genrebezogene Element im Drehbuch wurde im Laufe der Handlung aufgelöst in alltäglichen Ereignissen – Ereignissen, die meiner Meinung nach eine größere Authentizität und verborgene Bedeutungen besitzen, als sie künstlich von den Autoren hinzugefügt worden wären. Man muss sich nur die Mühe machen, diese Bedeutungen zu erkennen.“
„Man kann sagen, dass im Film Raum und Vorahnung die entscheidenden Elemente für die Entstehung der Bedeutung sind; das Element der Unvollständigkeit und Offenheit ermöglicht es dem Zuschauer, in den Inneren des Films einzudringen, ihn von den vorgegebenen Schlussfolgerungen des Regisseurs zu befreien und ihm die Möglichkeit zu geben, seine eigene Interpretation des Films zu finden.“
**Andrei Stempkovskiy** ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Er wurde in Vilnius geboren und studierte in Moskau. Seine erste höhere Ausbildung erhielt er an der Finanzakademie bei der Regierung der Russischen Föderation (Abschluss 1999). Nach seinem Studium arbeitete er als Journalist und Fotograf für verschiedene Moskauer Medien wie „Kommersant“, „Afisha“, Playboy, Jealouse, GQ, „Persona“ usw. Er nahm an großen Fotoausstellungen in Russland und Europa teil.
Im Jahr 2005 begann er die Höheren Kurse für Regisseure und Drehbuchautoren (Meisterklasse für Spielfilme unter der Leitung von P.E. Todorovskiy, Abschluss 2008). In den Jahren 2005 bis 2008 drehte und produzierte er mehrere Kurzfilme. Er nahm an zahlreichen Filmfestivals teil und gewann Auszeichnungen, unter anderem beim Berliner Festival, „Kinotavr“, dem Münchner Filmfestival für Filmschulen sowie bei weiteren Festivals. Im Jahr 2007 gewann er den internationalen Wettbewerb für Menschenrechtsfilme, veranstaltet vom Goethe-Institut – sein Kurzfilm „Lisa“ erhielt den ersten Preis. Zudem wurde „Lisa“ im Rahmen einer Sonderausstellung beim Berliner Filmfestival 2008 gezeigt. Im Jahr 2010 drehte er seinen ersten Spielfilm, „Rückwärtsfahrt“.
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