Über den feinsten, edelsten Getrntetrank – der Sake in Japan

Es gibt tatsächlich so einen Tag! Allerdings ist er für die Japaner weder ein Feiertag noch ein nationales Fest. Der 1. Oktober ist im japanischen Kalender als Nihon-shu-no Hi (Tag des japanischen Weins) eingetragen und gilt seit 1978 als beruflicher Feiertag. Zudem symbolisiert der 1. Oktober den Reifegrad der Reisernte sowie den Beginn der Herstellung von jungem Reiswein.


Oft ist das kleine Geschäft auch gleichzeitig der Hersteller des eigenen Sakes. Man kann Proben trinken, über die Traditionen sprechen und den Sake sowie Zubehör mit nach Hause nehmen.

Überhaupt – soweit ich richtig verstanden habe, ähnelt Sake hinsichtlich der Herstellungstechnologie und seiner Natur eher Bier. Sake entsteht durch die Gärung unter Verwendung eines speziellen Pilzes namens Koji. Was den Alkoholgehalt betrifft, weist Sake Ähnlichkeiten mit Wein auf (beide Getränke haben in der Regel einen Alkoholgehalt zwischen 13 und 20 Grad). Bei einigen Sorten von Sake entwickeln sich auch fruchtige Noten – doch woher diese stammen, ist bis heute unklar, da bei der Herstellung von Sake überhaupt keine Früchte verwendet werden. Nur Reis (bestimmte Sorten) und Wasser (auch sehr hochwertiges Wasser) werden verwendet. Manchmal wird am Ende des Herstellungsprozesses Reisspiritus zum Sake hinzugefügt, um die Haltbarkeit zu verlängern sowie den Geschmack und Duft zu festigen. Reiniger Sake (der nicht mit Spiritus verdünnt wurde) wird jedoch nicht lange aufbewahrt – er unterliegt wie Wein keinen Reifungsprozessen.

Manchmal ist Sake trübweiß.

Manchmal ist Sake klar – das hängt von der Reissorte, vom Gehalt an Spiritus und vielen anderen Faktoren ab.

Auch die Behälter für Sake sind speziell: Die Fässer werden aus dem Holz der Kryptomeria-Baumart hergestellt, die bei den Japanern sehr geschätzt wird.

Es entsteht eine große Vielfalt an Sakesorten.

Neben den Fässern hängen Zweige derselben Kryptomeria-Baumart. Wenn die Zweige grün sind, bedeutet das, dass der Sake noch reift; wenn die Nadeln gelb werden, kann man ihn trinken.

Nicht jeder Reissort eignet sich für die Herstellung von Sake. Von den 200 existierenden Reissorten verwenden die Japaner nur 28 für die Produktion von Sake.

Nun zu dem Fest selbst, dem Tag des Sakes. Es ist ein Tag für Firmenfeiern und gemütliche Familientreffen. Sake wird in kleinen Schalen (Sakadzuki) getrunken, die mit Porzellantöpfchen (Tokkuri) gefüllt werden. Er kann sowohl gekühlt als auch erwärmt getrunken werden – abhängig von der Jahreszeit. Es gibt sogar verschiedene Temperaturbereiche für Sake; jede dieser Temperaturen hat einen eigenen, schwer auszusprechenden Namen.

Was die Beilagen angeht, so ist die Auswahl groß: Man kann Sushi, eingelegtes Gemüse, Meeresprodukte oder sogar heißen Suppen mit Nudeln serviert bekommen. All das hängt von der Dauer des Festes und der Menge an Sake ab, die geplant wird zu trinken. Generell gilt: Beilagen zu essen, ist eine der grundlegenden Regeln beim Genießen von Sake – deshalb nenne ich dieses Getränk auch ein „zeremonielles“ Getränk. Ein wichtiges Gebot dabei ist es, sich selbst nicht einzuschenken; jeder kümmert sich während des Essens aufmerksam um seinen Nachbarn und füllt dessen Schale mit Sake aus dem Tokkuri nach.

Eine weitere interessante Besonderheit: Sake wird in die Schalen (Sakadzuki) oder Gläser „mit einem Schuss“ eingegossen. Deshalb muss man sich neigen, um zu trinken – als würde man damit diesem uralten Getränk Respekt zollen. Man sagt, dass Sake bereits vor 8 Jahrhunderten vor der Geburt Christi existierte.

Es gibt sehr viele Sorten von Sake.

Genauso wie die Zubehörartikel für das Trinken von Sake.

Üblicherweise ruft man „Kampai!“, was so viel bedeutet wie „bis zum letzten Tropfen!“

Alles ist so klein und niedlich.

Alles in allem möchte ich sagen: Vor einer Reise nach Japan zum Fest Nihon-shu-no sollte man sich gut vorbereiten und etwas über die Kultur des Sake-Trinkens lesen. Vor Ort kann man außerdem Vorträge über die Zeremonien hören – in verschiedenen Städten werden diese vielleicht etwas anders erklärt, schließlich ändern sich die Zeiten und auch die Traditionen entwickeln sich weiter. Ich würde wirklich gerne richtig guten Sake trinken!

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